Prioritäten

Mittwoch Omatag.

Schon seit letzter Woche steht fest, da geht’s in den Zoo. Ich habe schließlich diese Dauerkarte.

Wir sind gegen 11:00 Uhr da und die Prioritäten sind doch recht unterschiedlich. Ich will ja vor allem zu dieser neuen Außenanlage, die, als ich letztens da war, noch völlig unbewohnt war, wo aber inzwischen, so sah ich es in der vergangenen Folge von „Elefant, Tiger& Co.“ , Geparden Affen jagten.

Auf dem Weg dahin würde ich gern mal bei den Lippenbären vorbeischauen. Die waren lange nicht im Fernsehen und die Kinder sind doch inzwischen sicher ein bisschen gewachsen, oder?

Die Prinzessin aber drängelt zur Eile. Ihre Prioritäten sind ganz andere: Bratwurst und Eis.

Und jetzt muss erst ein Mal eine Bratwurst her. Bevor überhaupt irgendein Tier angeguckt wird. Jedenfalls, wenn es nicht auf geradem Weg zum ersten Bratwurststand liegt.

Die Prioritäten mancher anderer Zoobesucher sind ganz andere. Es wird nämlich wíeder gerade mal gedreht. Und so drehen die meisten der Anlage am Eingang den Rücken zu und gucken lieber Dreharbeiten statt Tiere. Und so kann mir natürlich kein kundiger Besucher sagen, wieso da auf der Anlage am Eingang jetzt Affen sind. Da waren doch immer Flamingos. IMMER. Schon vor 50 Jahren, als außerdem noch Papageien mit Fußfesseln auf Stangen links und rechts des Weges die Besucher begrüßten.

Und jetzt Affen. Dabei war doch die Flamingoanlage auch sehr neu und artgerecht.

Beide, die Prinzessin und ich, waren in wichtiger Mission unterwegs. Ganz unabhängig von Bratwurst und Eis, Kiwara-Kopje und Lippenbären. Wir wollten nämlich herausfinden, wie Schildkröten laufen. Aber da, wo immer eine uralte Schildkröte lebte, da spielen jetzt Präriehunde. Die sehen übrigens (fast) genau so aus wie die Ziesel, denen ich letztes Jahr auf dem Baikal begegnete. Zum Vergleich, schauen Sie doch hier noch mal.

Und weil wir sonst nirgends welche fanden und überhaupt ständig Umwege liefen, weil natürlich überall gebaut wird und Wege gesperrt sind, mussten wir also noch ins Gondwanaland.

Ich kann Ihnen sagen.

Das ist ja im Winter recht unangenehm, weil tropisch und viel zu warm für die Wintersachen. Im Sommer ist es nicht viel besser. Obwohl hauchdünn angezogen, rann mir der Schweiß in Sturzbächen aus dem nassen Haar übers Gesicht. Was tut man nicht alles.

Jetzt wissen wir, wie Schildkröten laufen. Ganz nebenbei habe ich noch die Komodowarane gesehen, zum ersten Mal auch die Fischkatze und die Prinzessin hatte besondere Momente mit einem Zwergflusspferd.

16:30 habe ich mich und uns nach Hause geschleppt. Völlig erledigt und fußlahm. Denn natürlich waren wir auch das neue Giraffenbaby gucken, galoppierende Zebras, Elefanten, Hyänen und Erdmännchen, Pinguine und Tiger. Nur die Lippenbären, die sahen wir nicht. Dafür gabs dann noch ein Eis.

Wer aufs Bild klickt, kann auch groß gucken

Und bei Picasa gibts noch mehr.

Tiere gucken

 

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Über Inch

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5 Antworten zu Prioritäten

  1. Gudrun schreibt:

    Tja, Omasein ist schwer. 🙂 Ich kann heute mal die große Klappe haben, denn ich hatte mir einen Enkel geborgt. Für mich war es zuerst komisch, für ihn ganz selbstverständlich, dass ich Oma genannt wurde.
    Schöne Fotos, liebe Inch. Die kleine Giraffe soll ihre Gruppe ganz schön aufmischen, habe ich gehört.

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  2. Zaphod schreibt:

    *loool* der Pfostenlutscher ist ja wohl der Brüller *g*
    Da sind super Fotos dabei, die Hyäne(?) ist große Klasse. Am besten sind die Aufnahmen immer wenn es nicht nach Zoo aussieht. Scheinbar hat man auch in Leipzig überall einen ziemlich freien Blick auf die Tiere, den Tiger bei Hagenbeck bekomme ich leider nur durch den Zaun

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    • Zaphod schreibt:

      Ach ja, das mit Bratwurst und Eis kenne ich auch. Im Wildpark Schwarze Berge tragen sie dem Rechnung, das ist gleich alles am Eingang *g*

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      • Inch schreibt:

        Genau, das ist eine Tüpfelhyäne (ich sollte mal Bilduntertitel hinzufügen). Und ja, der Zoo wird ja nun schein seit Jahren umgebaut, die Haltung der Tiere wird immer artgerechter, d.h. raus aus den ollen Käfigen auf die Freianlagen. Da hat man dann tatsächlich einen freien Blick. Auf die Tiere. Oder das Gebüsch, hinter dem sie sich verstecken 😉 Übrigens hatten wir Glück mit den Nashörnern. Wie ich bei der letzten Folge von Elefant, Tieger & Co sah, waren die wohl gerade die ersten Tage draußen.

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  3. Herr Ärmel schreibt:

    Klasse Fotos, die mich geradezu animieren, mal wieder in den Frankfurter Zoo zu gehen.
    Mit nem Haufen Geraffel, denn ich habe ja keine Enkel nich~~~~~~

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