Aus Elf mach eins

Als ich hier vor einer Woche schrieb, dass ich einen Garten suche, habe ich eine kleine Lawine los getreten. Freunde rührten sich und Bekannte und plötzlich galt es, sich 11 Gärten anzusehen.

Geguckt haben wir dann 10, weil mir der eine schon ausgeredet wurde, bevor ich überhaupt gucken konnte.

Macht nix, blieben ja noch 10.

In den ersten habe ich mich sofort verliebt. Auch wenn viel Arbeit drin steckt, wurde er doch zwei Jahre sich selbst überlassen. Dazu eine feste Laube, mit Dusche und Toilette und Sickergrube, fließend Wasser und Strom.

Pompfortionös.

Und der Verein ganz entspannt.

Leider, der Besitzer müsste erst mal raus geschmissen werden.

Auf der anderen Straßenseite, der zweite Garten, kleiner, der Horror. Hecken mit dem Maßband gestutzt, ich fühlte mich ständig beobachtet. Im Garten sowieso.

Nee, das ist nix.

Am Samstag dann zeigte uns der Vorstand eines anderen Vereins 7 (in Worten: sieben) Gärten. Uns und ein paar anderen Interessenten, allesamt junge Leute.

Merkwürdigerweise „konnte“ er keine Parzelle betreten. Obwohl sie teilweise nicht genutzt wurden. Die Lauben waren also nur von außen und von Weitem zu besichtigen. Ganz unterschiedliche Größen und Qualität. Aber letzteres meistens schlecht. Zwei der sieben Gärten waren so: „Kann man was draus machen“, aber als der Herr Vorstand dann gleich wissen wollte, wer welche Parzelle will, kam uns das doch recht suspekt vor. Wir sagten dankend ab und zogen von dannen.

Und gestern dann.

Liebe auf den ersten Blick. Die Kleinfamilie drohte sogar, dass, wenn ich ihn nicht nähme, sie sich das Geld zusammen borgten und selber zuschlügen.

Eine kleines Fleckchen Garten an der Pleiße, ganz im Süden der Stadt, eigentlich schon in Markkleeberg. Kein Zug, keine Straße, nix. Nur Radweg.

20 Gärten sind da nur und alle sehr entspannt. Und der Garten liegt auch noch am Rand, hat also nur zwei Nachbarn. Man braucht keine Hecke zu pflanzen, schon gar nicht eine mit Mindestmaß 120 cm und Höchstmaß 140 cm. Das Häuschen ist klein, aber ohne Makel. Es gibt Strom und Wasser. Wir müssen uns dann noch ein Örtchen hinbauen und einen Geräteschuppen. Ein Kirschbaum steht da, ein Apfel-und ein Aprikosenbaum. Es gibt Johannisbeerhecken, vor allem aber noch viel Platz für Jochelbeeren und Stachelbeeren und Tomaten. Die Beete sind vernachlässigt, aber noch erkennbar. Da ist Platz für meinen Kräutergarten und meinen Bauerngarten, ein Planschbecken, Grill und Liegestühle. Zum Markkleeberger See sind es 500m und von mir aus fahre ich 25 min mit dem Rad, immer an der Pleiße entlang.

Perfekt.

DSCN3537

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8 Antworten zu Aus Elf mach eins

  1. ostnomade schreibt:

    … aber mit dem Örtchen, gibt´s da nicht die Kleingartengesetze? Ich hatte mal sowas gehört, dass da bestenfalls ein Portapotti geduldet werden würde, keinesfalls jedoch was Richtiges, veilleicht noch biologisches. Und am Wochenende da schlafen wäre auch nicht so gern gesehen. Ist´s bei Dir besser in der KGA?

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    • Inch schreibt:

      So schlimm ist es wohl nirgends mehr. Schlafen konnte man in allen Anlagen, wo ich war. Bestenfalls gabs so was, wie Dauerwohnen verboten. Das bedeutete dann aber, dass man nicht länger als 30 Tage am Stück da übernachten sollte. Aber da, wo ich sein werde, scheint es eh easy zu sein. Letztlich sind sie froh, wenn der Garten bewirtschaftet wird

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  2. Dirgis (Sigrid) schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch! Das klingt für den kommenden Sommer ja wirklich toll. Und wenn Du Dich später mit der kleinen Familie in die Arbeit teilst, ist es in jedem Fall machbar (unterschätze die Arbeit im Garten nicht).
    Das Bild sieht schon mal traumhaft aus.

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  3. Wolfram schreibt:

    Der hat doch nur auf dich gewartet, oder?

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  4. Frau Tonari schreibt:

    Fein, da freue ich mich für Dich.
    Ein Spießergärtchen hätte eh nicht zu Dir gepasst.

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  5. Stadtkatze schreibt:

    Glückwunsch!! (Wusst‘ ich’s doch!)

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  6. Herr Ärmel schreibt:

    Gratulation!!! Da haben sich Garten und Gärtnerin gefunden – wie fein.
    (Und dass es sowas wie Jochelbeeren gibt, habe ich nebenbei auch noch gelernt – vielen Dank dafür)

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  7. Inch schreibt:

    Am Mittwoch ist Schlüsselübergabe. Und ich habe jetzt schon einen Rasenmäher. Einen Wasserschlauch und ab morgen zwei Gießkannen. Kann losgehen 😀

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