Das neue Zelt

Wochenende Radtour.

Radtour mit Übernachtung.

Mit Übernachtung im Zelt.

Und weil ein Guter das große Gedöhns mit dem Auto hinfährt, kann ich ja mal mein neues Zelt ausprobieren.

Neu ist es eigentlich nicht, ich glaube sogar schon zwei Jahre alt. Nur benutzt habe ich es eben noch nie. Es ist nämlich ein Wurfzelt. Und Wurfzelte sind so unpraktisch verpackt, dass man sie nur mit dem Auto transportieren kann. Deshalb ist es quasi neu. Weil ich entweder gar nicht mit dem Auto unterwegs war, oder nicht zelten, oder einfach vergessen habe, das neue Wurfzelt dem Kumpel mitzugeben.

Nun aber.

Am Samstag treffen wir uns in Connewitz und fahren den Pleißeradweg entlang Richtung Süden. Im Garten machen wir halt, hocken uns auf die Terrasse und schlürfen Prosecco. Dann aber fahren wir wirklich Fahrrad, vorbei am Markkleeberger und am Störmthaler, ach halt, an letztem See machen wir schon wieder Pause. Die einen fahren runter baden, ich esse lieber ein Matjesbrötchen.

Dann aber fahren wir wirklich fast ohne Pause, denn die Büffelschenke hat wegen Reichtum geschlossen, in Belgershain gibt es gar keine Kneipe, das Sportlerheim in Otterwisch sieht irgendwie nuja aus und überhaupt sind wir ja gleich da.

In Grethen, das ist bei Grimma und der See, an dem der Zeltplatz liegt, war früher mal ein Badesee mit allem Drum und Dran. Jetzt ist er tot, der See, jedenfalls zum Baden gänzlich ungeeignet und die alten Stege ragen wie Mahnmale menschlichen Unbedachtseins ins trübe schlammige Wasser.

Ich baue mein schönes neues Wurfzelt auf und habe schon ein bissl Angst vorm Sonntag, wenn ich es zusammenpacken muss. Denn diese Art temporärer Behausungen sind wirklich schnell hingestellt und ideal besonders, wenn man bei Regen anreist, das Abbauen und Zusammenpacken allerdings… es soll schon Leute gegeben haben, die auf dem Campingplatz Jutuub geguckt haben, um das zu begreifen, Schmardfon sei Dank.

Aber noch ist ja Samstag und weil der zweite Autofahrer ein ganz blickiger ist, hat er einen Pavillon mit, unter dem wir uns auch beim einsetzenden Regen den geistigen Getränken und Gesprächen widmen können.

Den Zusammenbau am Sonntag bewältigen wir nur zu zweit, und auch nur so naja. Passt ins Auto, das ist wichtig.

Zurück nehmen wir einen anderen Weg, sind ja nur 50 km von Leipzig weg. Mit Pausen und der Betrachtung mancher Merkwürdigkeiten am Wegesrand. Zum Glück sind wir nicht bei Herbert versackt, so schaffen wir es gerade so vor dem hereinbrechenden Sturm und Regen alle trocken nach Hause.

Das Zelt übrigens liegt nebenan zum Trocknen. Eigentlich ist es schon trocken. Aber mir graust es vorm Zusammenpacken.

Wer auf die Bilder klickt, kann mein schönes neues Zelt auch groß gucken.

update:
Ich brauchte natürlich auch ein Video. Dabei habe ich das gefunden. Und das stellen Sie sich jetzt bitte zwischen Küchentisch und Couch vor

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Über Inch

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12 Antworten zu Das neue Zelt

  1. Herr Ärmel schreibt:

    Wie jetzt? Lese ich richtig?
    Im Garten Prosecco schlürfen statt sich der Gartenarbeit zu hinzugeben und dann ein Matjesbrötchen als Belohnung für dieses tadelnswerte Verhalten 🙂

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  2. Zaphod schreibt:

    Ach Du Sch…, Fahrrad fahren und dann noch bergauf. Zelten im Regen. Herrlich, fast so schön wie Zelten bei Sonne *gg*
    Ich weiß gar nicht was ich mehr vermisse, morgens aus dem Schlafsack gekocht werden oder Nachts mit dem Spaten das Regenwasser umlenken müssen. Was waren das noch Zeiten.:D

    So ein Wurfzelt hab ich mir auch schon überlegt, fürs Wutzrock Festival. So ein ganz simples für nen Fuffi oder so. Hinwerfen, drin pennen, stehen lassen. Hotel wär teurer.

    Und was ist mit dem See passiert? Kann man den nicht wiederbeleben? Oder ist das so eine völlig verseuchte Industrielache wie das Ding in Düsseldorf?

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    • Zaphod schreibt:

      btw: Das Vorderhaus sollten sie auch mal sanieren, mit dem Schloss alleine taugt das nix.

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    • Inch schreibt:

      Also Gräben schaufeln muss man eigentlich nicht mehr. Das kenne ich auch nur noch von früher. Mein Wurfzelt hat auch nur einen Fuffi gekostet. War damals im Angebot. Es ist ein 3-Mann-Zelt und es passen tatsächlich zwei Menschen mit Gepäck rein. Ein Kumpel hat ein 2-Mann-Zelt, da passt einer rein mit Gepäck und stößt mit den Füßen an die Zeltwand. Also lieber ein 3-Mann-Zelt, denn bei so einem Festival hat man ja viel Gepäck. Und vorher unbedingt den Zusammenbau üben, denn ein 3-Mann-Zelt baut sich nochmal anders zusammen als das kleinere 😉

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  3. freiedenkerin schreibt:

    Hab‘ mir schon gedacht, dass sich so ein Wurfzelt schwieriger zusammenlegen als aufbauen lässt. 😉 Vor einigen Jahren habe ich mal ein Weilchen damit geliebäugelt, als ich den Plan einer Radtour rund um den Bodensee ins Auge fasste. 😉

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  4. Wolfram schreibt:

    Wir haben so eine selbstaufstellende Strandmuschel. Ist genau so eine Freude beim Zusammenfalten.

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