Frühstück

Ich bin ja  nun nicht immer im Garten. Oder auf dem Hof.

Am Mittwoch zum Beispiel war ich abends noch in Gaschwitz bei einem Konzert. North Sea Gas spielt schottische Musik auf höchstem Niveau. Und zwar ganz ohne Dudelsack. Und obwohl die Herren schon etwas älter sind, machen sie die Art Musik, bei deren ersten Klängen man sofort loshüpfen möchte.

Leider fand das Konzert in der Orangerie statt. Und da standen Stühle. Jawoll.

Das war etwas hinderlich. Obwohl, nachdem ich den ganzen Tag Zwiebeln geerntet hatte und Unkraut weggehackt, war ich eigentlich schon froh, sitzen zu können. Ich weiß natürlich nicht, ob sich Rumgehüpfe nicht vielleicht belebend ausgewirkt hätte.

Dass das Konzert in der Orangerie stattfand und nicht im Zelt, liegt daran, dass der Saal der ehemaligen Centralhalle gerade gebaut wird. Dort, in die Centralhalle pilgerten wir ja als junge Menschen allwöchentlich hin. Links war die Kneipe, rechts der Saal. Wenn ich mich recht erinnere. Schon damals kam man mit der S-Bahn hin. Und vor allem wieder zurück. Was einige Vorteile hatte. Denn in Günthersdorf zum Beispiel fuhr der Busfahrer, sah er das ganze „Pack“ stehen, oft genug einfach durch und wir mussten bis Leipzig laufen. Nach Zweenfurth fuhr eh nichts. Da musste man bis irgendwohin mit der S-Bahn und dann laufen.

Gleich war allen, dass man immer irgendwie reinkam, auch, wenn eigentlich ausverkauft war. Übers Fenster der Herrentoilette oder den Einlass, den man über die Jahre ja gut kannte.

Die Centralhalle brannte irgendwann ab. Also der Saal. So hieß es jedenfalls. Vielleicht war er auch nur baufällig.

Irgendwann jedenfalls nahmen mich die Freunde mit. Zu Herbert, eigentlich Reuters Radlerhof. Da lugte ich auch mal in den ehemaligen Saal, unter einer Zeltplane verborgen die alte Bühne.

Das ist Jahre her. Inzwischen gabs da schon wieder Konzerte. Im alten Saal, aber unterm Zeltdach. Nun, nachdem die Gaststätte wieder auf Vordermann gebracht wurde, ist auch er dran, der Saal. Und deswegen fand das Konzert in der Orangerie statt. (Hier ein Link zur website der ehemaligen Centralhalle mit einem kleinen historischen Abriss als Radlerhof)

Und heute war ich also zum Frühstück am See. Das zelebrieren wir jeden Sommer und das heißt: Kein Garten. Nicht mal ein Stündchen. Denn Frühstück am See bedeutet: Viel Essen und noch viel mehr Getränke einpacken, dann raus zum Cossi radeln, Tische und Bänke neben der Beach Lounge okkupieren, langsam mit dem Schatten an die unmöglichsten Stellen rücken, essen, Alkohol vernichten. Das mit dem Alkohol geht irgendwie immer schneller als mit dem Essen. Aber in der Lounge kann man ja Nachschub ordern.

Und dann, das Frühstück beginnt pünktlich 10:00 Uhr und endet abends, nach Hause fahren und sich freuen, dass man fast kein Essen wieder mit zurück schleppen muss. Und ausruhen! Bei der Hitze sowieso.

Wens interessiert, der kann hier lesen. Ist aufschlußreicher als der Text auf der verlinkten Website (wird größer, wenn man drauf klickt)
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2 Antworten zu Frühstück

  1. Frau Tonari schreibt:

    Picknick an Bierzelttischen ist ja auch irgendwie gemütlicher 😉

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