Nichts wegwerfen

Das ist ein FAIRteiler für Lebensmittel.

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Ein Fairteiler ist dazu da, Lebensmittel, die man selber nicht mehr verzehren kann, zu teilen, statt sie wegzuwerfen. Im Gegensatz zu „Essenskörben“, die man irgendwo in der Stadt platziert und dann in eine Foodsharingkarte einträgt, sind solche FAIRteiler fixe Punkte, wo man immer Essen hinbringen oder entnehmen kann.

In Leipzig kenne ich drei, wahrscheinlich gibt es aber mehr. Dieser steht im Süden der Stadt.

Nachdem ich eine Woche lang versucht habe, meine Äpfel an Freunde zu verschenken oder Einrichtungen, in denen diese Freunde arbeiten und nur eine es tatsächlich in den Garten schaffte (das war wohl die Crux, die Äpfel mussten abgeholt und nach Hause transportiert werden. Hätte ich sie wo auch immer hingebracht, hätten sich wohl mehr Abnehmer gefunden), über die ich mich aber ganz besonders gefreut habe, zumal sie stundenlang durch die südlichen Auwälder irrte, ehe sie meinen Garten fand, habe ich heute einen Korb in eben oben gezeigten FAIRteiler gebracht.

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Ich glaube, ich erwähnte es schon: Würde ich Geld für die Äpfel nehmen, wären sie schon weg. Geschenkt scheint keiner mehr haben zu wollen bzw wenn schon geschenkt, dann bitte gleich zu Hause vorbei gebracht.

Ich habe übrigens, wenn ich schon mal da war, geguckt, ob ich was gebrauchen könnte.Leider waren alle Kisten leer. Das wiederum ist beruhigend. Es scheint Leute zu geben, die das Teil nutzen. Oder vergammeln meine Äppel jetzt, weil da nie jemand reinguckt?

Ich lass mich überraschen.

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Über Inch

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12 Antworten zu Nichts wegwerfen

  1. Frau Momo schreibt:

    Ich sehe immer wieder auf facebook posts von Leuten die was reinlegen. Damit es eben nicht vergammelt.

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  2. antje schreibt:

    toll! die äpfel sehen zum reinbeißen gut aus! und das fahrrad nimmt niemand mit?

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  3. Inch schreibt:

    So. Ich habe den Dreh raus. Äpfel ernten, mit nach Hause nehmen, bei Facebook posten, auch das sie quasi im Zentrum abzuholen sind und Ratz Fatz sind sie weg. Faules Pack diese Umsonstesser 😀 Aber eine hat mir als Gegenleistung Fruchtmus mitgebracht und eine kleine Elfe. DAs ist doch nett, oder?

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  4. Zaphod schreibt:

    Ein ehemaliger Arbeitskollege hatte einen Kirschbaum im Garten, der hat den Leuten immer gesagt „kommt vorbei wenn ihr Kirschen haben wollt, ich hab reichlich“ – ist aber nie jemand gekommen, weil er das „gepflückt“ vergessen hat. Einige haben mal nachgefagt ob sie sich n Kilo abholen können, aber selber auf die Leiter und pflücken wollte keiner. *g*

    Und Äpfel werden immer noch viel zu selten gegessen, weil in den Supermärkten nur der Murks rumliegt. Ich hab vor Jahren mal bei einer Autofahrt in einen wunderschönen gleichmäßig grünen blitzeblanken Modellapfel gebissen, der leider innerlich schon zu 90% verschimmelt war. Elektrische Fensterheber sind eine tolle Erfindung, denn da kotzt man schon mal gepflegt aus dem Fenster, auch auf der Autobahn. Seither ist Supermarktimportapfel für mich tabu, dann lieber keinen. Die meisten Leute wissen überhaupt nicht mehr wie ein guter Apfel schmeckt, mir ist das auch erst vor ein paar Jahren wieder bewusst geworden, als ich im Alten Land einen Hof fotografiert habe.und vom Hausherrn ein paar Äpfel bekommen habe. Das war eine Offenbarung. Äpfel können echt göttlich schmecken, hat ja schon die Bibel gesacht, nech? *g*

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    • Inch schreibt:

      Uh, ja, das mit den elektrischen Fensterhebern stimmt. Aber hinter Dir möchte ich nicht gefahren sein. Oder habt Ihr doch wenigstens auf dem Seitenstreifen?
      Und was die Äpfel betrifft, gebe ich Dir Punkt für Punkt Recht. Übrigens, nachdem gestern die erste Foodsharerin da war und in der Gruppe gepostet hat, dass die Äpfel lecker sind, gibt es nun doch mehr Interessenten. Die wollen sogar pflücken kommen…

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    • buchstaeblich schreibt:

      Die Nachbarn ein Grundstück weiter haben einen gut 100 Jahre alten Apfelbaum.
      Was auf unserer Seite landet, dürfen wir behalten. Ab und zu reichen wir aber mal ein Stück Apfelkuchen übern Zaun.

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  5. crownbender schreibt:

    Das Problem haben wir hier in ganz anderen Dimensionen an der Backe. Streuobstwiesen.
    Bestanden mit Kirschbäumen, Apfelbäumen, Birne, Walnuss. Der Schwiegervater kann nicht mehr. Das Ernten, die Baumpflege, das Mähen, das geht nicht mehr.
    Und wenn die besten Herzkirschen hier wachsen, süß ohne Ende, man kriegt ein Nasenwasser dafür, wenn sie überhaupt noch angenommen werden, es ist eine Wahnsinnsplackerei, die man nicht erbringen kann, wenn man anderswo noch in Lohn & Brot steht.
    Die Leute holen ihren Kram bei Aldi nebenan, nicht mal halb so lecker.
    Pflücken will keiner.

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    • Graugans schreibt:

      Ach, Du sprichst mir total aus der Seele! Bei uns, in oberbayrischen Gefilden, läuft das genauso ab. Wir haben viele Obstbäume, jetzt reifen die Zwetschgen, aber ich müsste sie so herrichten, daß sie wie im Supermarkt bei künstlicher Beleuchtung und poliert in der Kiste liegen, dann müsste ich sie ausfahren und mir dann anhören, ach nein, meine Liebe, das sind dann doch zuviel…und es könnte ja bei diesen (geschenkten!) Biozwetschgen auch mal ein Wurm drin sein, ogottogott, aber im Bioladen werden sie gekauft, um 5 EUR das Kilo, da müssen sie aber verhutzelt ausschaun und etwas angereift, nur nicht poliert. Auch bei dem Versuch, Bioobst an die vielbefahrene Straße in großem Korb – zum Verschenken! – kam nix raus, die Leute haben keine mitgenommen. Merkwürdiges Phänomen, oder? Oder ist es gar nicht so merkwürdig,es haben einfach alle soviel Geld hierzulande? Zur Kirschzeit ist was Interessantes passiert: Von unseren fünf Kirschbäumen war an genau einem was dran, ein sehr alter, hoher Baum, ich wartete voll Kirschsehnsucht wochenlang, bis die untere Reihe reif war…und was denkst Du -über Nacht oder sonstwann müssen Radfahrer gekommen sein und haben tatsächlich alles ratziputz abgefressen! Das ist also des Rätsels Lösung: wir müssen alle ausschreiben: „hier Obstbäume zu bestehlen!“ Liebe Grüsse

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    • Inch schreibt:

      Sogar vorbei bringen wird zum Problem. Am Freitag war ich in einem Erstaufnahmelager für geflüchtete Menschen. Die würden gern, dürfen aber keine Lebensmittelspenden annehmen. Aber die Herren Wachleute waren nett, interessiert und kreativ, so dass ich doch 10 kg an die Neuankömmlinge bringen konnte, ohne das ein Apfel das Areal betreten und damit gegen bestehende Vorschriften verstoßen hat. Ganz anders heute ein Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. DIE Äppl hab ich jetzt zu Hause

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  6. Graugans schreibt:

    Siehe meine Antwort zu Crownbender! Vielleicht solltest du bei den Äpfeln hinschreiben, daß sie auf keinen Fall mitgenommen werden dürfen, denn ich glaube, nur geklautes Obst ist gutes Obst…!? Viele liebe Grüsse

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    • Inch schreibt:

      Das ist vielleicht eine Idee. Letztens hatte ich sogar einen Zettel im Viertel. Niemand kam. Aber als ich eine Woche vorher einfach welche ins Haus stellte, waren sie binnen Minuten weg. Vielleicht ist es ja ehrenrüchig oder wie das heißt, geschenkte Lebensmittel anzunehmen?

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