Fast ohne Bücher(lesungen)

Es ist Buchmesse und natürlich gehe ich hin. Zu Leipzig liest.

Und auch wenn mir die Auswahl in diesem Jahr irgendwie weniger ansprechend scheint, hatte ich dann schon am Mittwoch zu viele Termine.

Obwohl doch die Buchmesse erst gestern begann. So rein offiziell.

Für den Mittwoch Abend aber hatte ich mir schon lange zwei Plätze im Täubchenthal bestellt. Torsten Sträter und Dietmar Wischmeyer. Da muss man doch in. Ich besonders wegen Sträter. Aber.

Aber ich war zu spät. Kein Plätzchen für mich.

Also alte Handelsbörse. Da war ich noch nie drin und die Lesungen am Mittwoch Abend schienen mir sehr interessant. Clemens Meyer, Jaoslav Rudis und Heinz Struck.

Am Morgen allerdings folgte ich meiner Gästin erst Mal in die Albertina. Da war ich zwar schon oft, aber bei so eine Führung erfährt man ja oft ungeahntes.

So war ich verblüfft zu erfahren, dass die Bibliothek während des Krieges zu zwei Dritteln zerstört und erst ab 1994 der Wiederaufbau begann, der immerhin acht Jahre dauerte. Eine Bibliothekarin (es war eine Führung für Bibliothekare) klärte mich sofort auf, dass in Leipzig ja alles zerstört war. Aha. Wo sie das wohl gelesen hat? Die Stadt angesehen hat sie sich offensichtlich nicht ( soll ja bei Bücherwürmern vorkommen), oder glaubt sie, all die Gründerzeithäuser sind Neubauten? Nach alten Fotografien originalgetreu wiederaufgebaut?

Da ist mir die führende Bibliothekarin schon die bessere Quelle. Natürlich, das vom Leipziger Architekten Arwed Rossbach im Stil der Neorenaissance 1891 eingeweihte Haus hatte ab 1945 durchgehend geöffnet, war also immer da. Und Häuser mit ohne Dach und begrünten Freitreppen waren ja nun keine Seltenheit bis in die 1990er Jahre und deshalb nicht besonders auffällig.

Noch bevor ich zum Deutschkurs gehe eine Mail. Nun habe ich doch zwei Karten für die Herren Sträter und Wischmeyer.

Es wird ein ganz hervorragender Abend in einem ganz hervorragend umgestalteten ehemaligen Industriegebäude,von denen es im Leipziger Westen und ganz besonders in Plagwitz ja viele gibt. Das Täubchenthal, wie alle diese alten Hallen irgendwann zwischen 1850 und 1900 erbaut, war früher eine Kammgarnspinnerei. Heute findet man hier Ballsaal mit Bühne,  eine Galerie, eine Terasse und ein Clubzimmer. Im Haus erinnern noch ein paar Relikte an die Vergangenheit des Hauses. Die Reste eines Krans  zum Beispiel und die Eisenschienen, auf denen er unter der Decke entlang fuhr. Mit dem dazugehörigen Open-Air-Gelände stehen dem Betreiber viele Optionen für viele verschiedene Veranstaltungen offen. Ich bin hier gern  auf diversen Märkten, meine Kinder gehen eher zu Konzerten.

Und am Mittwoch also eine die Lachmuskeln reizende Lesung mit zwei sehr spontanen Protagonisten. Deswegen gibts übrigens kein Foto. Weil ich nicht die nächste sein wollte, die der Herr Sträter anmacht wegen der Fotografiererei. Ich meine, die Frau hat immerhin kurzzeitig ihren Platz verlassen, um sich irgendwo ungesehen zu beruhigen.

Gestern war ich natürlich auch unterwegs. Aber davon erzähle ich Ihnen morgen. Und ich muss unbedingt Fotos machen. Fällt mir grad so ein. Heute auch.

Hier ein paar von der Albertina.

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