Ein Montag in Leipzig

Natürlich war ich am Montag wieder auf der Straße. Um gegen Legida zu protestieren. Das mache ich  nun schon seit über einem Jahr so. Das empfinde ich als meine Pflicht. Zwei Mal habe ich bisher nur gefehlt, glaube ich.

Einige Male schon habe ich hier darüber geschrieben. Und versuche dabei herauszufinden, was anders war als beim letzten Mal.

Nun, dieses Mal fand der Zusammenschluss zwischen Legida, die ja keine Nazis sind, mit den Nazis ganz offizielle statt (siehe angehängter Link). Spätestens ab jetzt gelten keine Ausreden mehr. Spätestens ab jetzt möchte ich jedem, der da mit läuft, ungestraft ins Gesicht spucken dürfen.

Nun, dieses Mal kamen wir tatsächlich wieder ganz nah ran. An der Hainspitze, wo wir uns den Platz ja schon seit längerer Zeit mit den RassistInnen „teilen“, weil es einfach vermessen von Legida ist, zu glauben, mit 200-300 Leuten den ganzen Platz beanspruchen zu dürfen, war es knackevoll. Auf unserer Seite.

Den über den Lauti angekündigten Zusagen der Polizei, dass wir ganz nah an die Spazierstrecke der Besorgten dürften, konnten wir nicht recht glauben.

Doch wirklich! Und wir  mussten nicht mal Umwege laufen, sondern durften auf direktem Wege.

Dort standen schon die Leute mit den Kerzen, die Pfarrer Wolfs Aufruf „Lich statt Kerzen“ gefolgt waren.

Und auf der Straße hatten sich die OfD, die Rechte, die NPD, Legida und Thügida. Ein lächerlich kleiner Haufen gefährlicher Brandstifter zog da über ein Teilstück des Rings und glaubte immer noch, das Volk zu sein. Auf unserer Seite war es dagegen so voll, dass wir nicht vorwärts kamen, die Grünflächen vermutlich litten und es so laut war, dass ich mich frage, wie man sich so als Legionelle fühlt. Ich hoffe, gut beschützt von der Polizei.

Und nun empfehle ich Ihnen dringend, dem Link zu folgen und auf Flohbude zu lesen. So schön wie dort kann ich den Montag nicht beschreiben.

Sichtbarkeit

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Eine Antwort zu Ein Montag in Leipzig

  1. freiedenkerin schreibt:

    Ich hoffe sehr auf meine orthopädischen Maßschuhe, damit ich endlich auch wieder montags gegen die Pegidioten mitgehen kann. Derzeit tut eine mehrstündige Demo nach neun Stunden Stehen und Gehen im Museum nicht so gut… 😉

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