Statt Badewannen

Badewannenrennen (oder besser noch hier) gibt es nicht mehr. Wohl aber das Wasserfest. Sie wissen schon, Gummientenrennen.

Nur, der Garten ist 10 km vom Park hinterm Haus entfernt. Der See dagegen ist hinterm Garten. Und dort, im Kanupark, findet immer zum Wasserfest das Pappbootrennen statt. Das wäre ja mal die Gelegenheit.

10:00 Uhr soll es losgehen, ich komme nicht so recht aus den Pötten und bin erst gegen Halb Zwei da.

Genau richtig.

Denn von 10-13:00 Uhr müssen die Teams erst mal ihre Boote bauen. Pappe und Tesaband bekommen sie gestellt. Das ist sicher spannend – für die Teams.

Ich komme genau richtig zur Parade der Bauwerke. Sehr gutes Timing, finde ich. Schließlich sind bestimmt 30°C im Schatten. Nur, hier ist kein Schatten.

Dann mache ich einen Anfängerfehler. Ich stehe kurz vorm Ziel. Mit noch ein paar Anfängern. Es schaffen nämlich nur drei Boote, DREI, die gesamte Strecke.

Alle anderen kentern schon am Anfang, ich glaube an Tor 1. Oder gar bevor es losgeht. Vierter wird die Crew, die es zu Tor 16 schafft. Immerhin. Gesehen habe ich es nicht. Nicht mal alle gekenterten Boot, herrenlosen Paddel oder bootlosen Paddler.

Der Kanupark Markkleeberg ist eine künstliche Wildwasseranlage, weltcuptuaglich, ich war da schon mal. Ist ein Produkt der Leipziger Olympiabewerbung. Die Olympischen Spiele fanden zum Glück in London statt, aber allein eine Bewerbung spült offensichtlich genug Geld ins Land, die Wildwasserbahn wurde 2007 eröffnet.

Markkleeberg heißt das Ding wohl, weil es am Südostzipfel der Markkleeberger Sees liegt. Denn die Stadt selber, die das Teil auch betreibt, ist etwas weiter weg. Wenn Sie mal hinfahren sollten oder wollten, suchen Sie lieber nach Auenhain.

Aber gut. 2007 fand auch das erste Pappbootrennen statt.

Und ich stehe, wie gesagt, irgendwie – falsch.

Nachdem nur eins von zehn Booten an mir vorbei geschippert ist, renne ich mal auf die andere Seite. Aber da sind viel zu viele Leute. Zwar kann ich die Ente sehen, aber nur so ein bisschen.

Es scheint, als seien breite Boote im Vorteil. Auch wenn die völlig schwimmuntauglich aussehen – sie kentern nicht! Ein etwas schmaleres Teil schafft es dann doch, aber der ist irgendwie Profi und gewinnt natürlich. Kinderwagen und Ente belegen die Podestplätze.

Jetzt überlege ich, ob ich nächstes Jahr, mit Schirm und viel Wasser UND Stuhl schon 10:00 Uhr hinfahre, mich am Start postiere und vier Stunden warte. Aber ich werde wohl wieder nicht aus den Pötten kommen.

Ein paar Fotos. Und weil ich pünktlich zur Parade kam, kann ich sogar mehr als drei Boote präsentieren. Nur eben ohne Wasser. Wie gehabt, drauf klicken.

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3 Antworten zu Statt Badewannen

  1. freiedenkerin schreibt:

    Holla! Das scheint eine echte Gaudi zu sein! 😆 Ihr habt schon tolle Events in Leibzig, echt jetzt! 😀

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  2. Zaphod schreibt:

    Das sieht nicht nur sehr spaßig aus, sondern auch sehr erfrischend. Bei den Temperaturen hätte ich wohl freiwillig mitgemacht – und wenn ich mir dazu schnell ein Pappboot zusammenlöten müsste.

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