Nachwuchsförderung

Familienfahrt.

Da war ich noch nie.

Julia hat das eingeführt, als ihre Kinder klein waren. Meine waren da schon groß. Also.

Doch nun ist die Prinzessin genau im richtigen Alter, mit der Kletterei zu beginnen und dem Kleinen König schadet frische Luft sicher auch nichts. Und so begebe ich mich nur eine Woche nach dem Fest zum zweiten Mal in die Sächsische Schweiz auf die Hütte. Da ich sonst in diesem Jahr überhaupt nicht dort war, finde ich das schon eine Erwähnung wert.

Diesmal klappt alles mit dem Inchfamilienauto und so habe ich neben dem royalen Geschwisterpaar auch dessen Mutter an Bord, quasi Dreiviertel der Kleinfamilie.

So eine Familienkletterfahrt ist schon cool. Cool, weil viele Familien da sind mit vielen Kindern, die sich miteinander beschäftigen und somit keine Zeit haben, zu nerven. Ok, ich als Oma bin sowieso raus, aber ich erinnere mich noch, wie entspannt Wochenenden früher waren, wenn nur genug gleichaltrige unter 14jährige da waren. Nur, damals, war das eher Zufall. Heute ist es gesteuert. Und die Kinder sind teilweise sehr jung.

In der Nacht sinkt meine Begeisterung etwas. Das sind ganz andere Geräusche im Schlafraum, kein vertrautes Schnarchen, dafür undefinierbares, Gespräche im Schlaf, Rufe nach Mamas, Forderungen nach Milch, so Zeug eben.

Ich bin ziemlich unausgeschlafen, erfreue mich aber schnell wieder an den vielen Kindern. Auf dem Weg zum auserkorenen Kletterziel im Bielatal verläuft sich die Menge auch etwas und der Geräuschpegel sinkt vorübergehend.

Und dann also lagern da sicher 40 Leute, mindestens die Hälfte davon Kinder unter 6. Da gibt’s natürlich wenig Vorsteiger und lange Wartezeiten. Aber wenn sooo viele Kinder da sind und soo viele Hängematten und sooo viele Stöcke und Steine, wird das Warten gar nicht langweilig und manchen Knirpsen reicht auch ein (Kletter)Weg.

Ab gegen 2 und ohne Mittagsschlaf steigt der Lärmpegel allerdings wieder. Zwei Kinder heulen immer. Wir halten noch ein zwei Stunden aus, dann ist aber Zeit zum Aufbruch und Eis essen an der Ottomühle.

Abends gibt’s Nudeln mit roter Soße, wie immer samstags auf der Hütte, und wegen der vielen ganz kleinen Kinder Stockbrot am Lagerfeuer.

Und die Nacht? Es gibt ne Freiübernachtungsstelle an der Hütte, die wähle ich das nächste Mal, im Zweifelsfall lege ich mich auch auf die Terrasse. Ein Schlafraum voller Kinder ist jedenfalls nicht meins. Aber wegen der Nächte waren wir ja auch nicht da.

Es folgen viele Bilder. Drauf klicken erhöht den Spaß.

Advertisements

Über Inch

www.inch.beep.de
Dieser Beitrag wurde unter Im Osten nichts Neues, KinderKinder, Wanderlust abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Nachwuchsförderung

  1. Herr Ärmel schreibt:

    Die tollen Fotos vermitteln die schöne Atmosphäre. Vielen Dank dafür.

    Gefällt mir

    • Inch schreibt:

      Ja, war auch toll. So toll, dass 3/4 der Kleinfamilie heute wieder in die Sächsische fahren. Aber ohne Oma, weil die muss zur Weinwanderung, zum Konzi und zur Nachbereitung bei Herbert. Sind nicht so viele Kinder dieses WE, aber einmal Großeltern mit 3 Nachwuchskletterern sind dabei

      Gefällt mir

  2. traumradeln schreibt:

    Großartig, der Ort, das Tun, der Bericht, die Bilder! Danke und Grüße.

    Gefällt mir

  3. Karen schreibt:

    Darf ich den kleinen Herrn Maus mal vorbeischicken?! Der möchte nämlich klettern lernen, darf hier aber erst mit sieben. Und so schöne Felsen gibt es natürlich auch nicht. Nur eine schnöde Kletterhalle.

    Und habt ihr zufällig den Reflektor in Bärenform gefunden, den der kleine Herr Maus an ziemlich genau dieser Stelle im Juni verloren hat? Er ist immer noch ab und zu traurig darüber, aber ich sage ihm dann immer, dass ihn jetzt bestimmt ein anderes Kind am Rucksack herumträgt…

    Gefällt mir

  4. Zaphod schreibt:

    Voll die Profiausrüstung, mit Helm und Töpfchen 😀
    Die Fotos vermitteln wirklich den Spaß (und nur den Spaß, weil ohne Geräuschkulisse *g*)

    Gefällt mir

    • Inch schreibt:

      Ja, was muss, das muss. Ich, als erfahrene Jungendfahrtbetreuerin hatt ja gar keinen Alkohol mit und zu wenig Tabak, weil das auf Jugendfahrten immer verboten ist/war. Da musste ich am Freitag Abend bei den anderen mit trinken und am Samstag nach dem Klettern schnell noch fehlende Getränke nachkaufen.
      Was soll nur aus den Kleinsten werden, wenn die mal Jugendgruppe sind. Tzz

      Gefällt mir

  5. freiedenkerin schreibt:

    Donnerwetter, die Lütten sind ja kühn unterwegs!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s