Die letzte Gelegenheit

Waren Sie schon mal in Pankow?

Nein?

Falls Sie mal hin wollen, kann ich Ihnen den Weg verraten.

Gehen Sie zuerst zum Weihnachtsmarkt an der Samariterkirche. Dann beschließen Sie, zum Prenzlauer Berg zu laufen. Nach nur wenigen Kilometern landen Sie in Pankow. Und stehen immerhin vor einem Großplanetarium. Immerhin. Da war ich noch nie.

Ich bin in Berlin.

Das Kleine Kind ist seit August hier. Praxissemester. Und sofort war klar: Kind, da komme ich Dich besuchen. Aber erst durfte ich nicht, weil es da stundenlang durch ein Naturschutzgebiet rannte und Schmetterlinge fing und kennzeichnete und abends so müde war, das keine Zeit blieb, Berlin zu erkunden.

Dann kam immer was dazwischen. Urlaub zum Beispiel und Arbeit.

Als dann aber das Kind verkündete, dass es nicht bis Februar in der Hauptstadt bleiben würde, sondern schon vor Weihnachten dort abzuhauen zu gedenke, wurde es allerhöchste Eisenbahn.

Letztes Wochenende also. Das Wetter war so naja.

Und am Samstag zeigt mir das Kind erst Mal den Kiez. Namentlich die Rigaer Straße und den Weihnachtsmarkt an der Samariterkirche.

Dann dachte ich, wir könnten ja zum Prenzelberg. Schließlich war ich da, als ich so zwischen 14 und 16 war bei Verwandten in den Ferien. Soll sich ja viel verändert haben. Hört man immer wieder. Es gibt da sogar Blogs. Und ich wollte die Prenzelbergmutter live erleben.

Nuja, Großplanetarium in Pankow ist auch ganz nett. Und immerhin, ich weiß jetzt, dass ein Planetarium uninteressant ist. Aber so was von.

Zurück in die WG, ausruhen und ab ins Kneipenviertel. Unterwegs finden wir aus Versehen eine total gemütliche Eckkneipe, die wir wegen einer privaten Geburtstagsfeier nach einer heißen Schokolade leider wieder verlassen müssen, laufen an allerhand hippen, teuren Retsaurants vorbei und finden dann einen adäquaten Ersatz.

Und Sonntag also Treptower Park. Sowjetisches Ehrenmal. Da war ich noch nie. Das Kleine Kind auch nicht. Das Ehrenmal ist wie es sein muss, das Wetter leider nicht. Irgendwie so pieselig. Entlang der Spree und durch ein kreativ genutztes Fabrikgelände nach Kreuzberg, zurück nach Friedrichshain, schnell noch das RAW- Gelände angucken und dann in einer etwas teureren Kneipe landen.

Ich kann Ihnen sagen. Ich habe heute noch Muskelkater. Und eine Blase. Also wirklich.

Genau in 10 Tagen verlässt das Kleine die Stadt, in der es sich nicht so recht wohl fühlt. War trotzdem gut. Ich habe Orte gesehen, wo ich vorher noch ne war.

Danke liebes Kleine Kind.

Fotos wie immer: drauf klicken, groß und komplett gucken

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Über Inch

www.inch.beep.de
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8 Antworten zu Die letzte Gelegenheit

  1. freiedenkerin schreibt:

    Außer den letzten drei Fotos kenne ich da überhaupt nix, und ich bin schon dreimal in Berlin gewesen. 😉

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  2. Zaphod schreibt:

    Also das Planetarium hier im Stadtpark ist voll super, würde ich nicht gegen ein Mahnmal tauschen wollen. Man hat entweder einen tollen Blick vom Balkon auf den Stadtpark oder liegt in extrem chilligen Ruhesesseln und guckt sich die Show der Sterne bei extrem guter chilliger Musike an. Wem das zu ruhig ist kann aber auch Led Zeppelin oder Queen mit Lasershow. bekommen.
    In Kreuzberg war ich vor Jahren schon mal, da gab es noch Pizza für 3 Mark inner Kneipe und in den Straßen stand das Wasser damals nicht so hoch wie auf Deinem Foto 😀
    Die Häuser waren irgendwie auch größer ^^
    Ein paar Fragen hätt ich noch:
    Haben sie den Typen gekriegt, der diese Figuren im Wasser mit ner Schrotflinte durchlöchert hat? Muss ja ziemlich lange gedauert haben.
    Warum trägt der Storch eine Brille (Störche müssten eigentlich super gucken können) – und wieso killt er gerade den Hund?

    Die spinnen, die Berliner 😀

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    • Inch schreibt:

      Ich gucke lieber richtig Sterne. Also Observatorium. Was Hund und Storch betrifft, haben wir uns auch gefragt. Füttert der Storch den Hund? Frisst der Hund den Vogel? Was aber soll die Brille? Dr. Storch guckt in Hunds Hals, weil der nicht mehr bellen kann? Wir sind lange um die beiden herumgeschlichen und haben ne Aufschrift gesucht. Nix. Und die Leute im Wasser. Hat was mit Molekülen zu tun. Oder so. Da war nämlich ne Erklärtafel. Haben wir aber nicht kapiert. Pizza für 3€ haben wir in Kreuzberg nicht mehr gefunden. Eigentlich haben wir überhaupt keine gemütliche Kneipe gefunden. Da wo wir waren. Aber am Wasser, da war was. Wir haben nur den Zugang nicht gefunden.
      Alle Fragen geklärt?

      Gefällt 1 Person

  3. eve schreibt:

    „Prenzlberg“ liebes Inch, also mit zl nicht, zel 😉

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