Fast eine Katastrophe (01.10.2019)

Ljubljana also.

Die Hauptstadt Sloweniens hat weniger als 300000 Einwohner und kommt sehr gemütlich daher. Jedenfalls das Altstadtviertel, in dem Gaststätten mit Außenterrassen entlang des Flusses Ljubljanica zum Einkehren einladen.

Aber ich hatte ein pomfortionöses Frühstück im Central Hostel. Das hat immerhin 4 Sterne und auch wenn ich in der Kapsel schlafe, am Frühstücksbuffet darf ich mich wie alle Gäste bedienen.

Übrigens gabs gestern beim Einchecken ein kleines Gastgeschenk: eine 1-Liter- Metall-Trinkflasche. Die schleppe ich nun überall mit mir rum. Und da wo es Wasserspender gibt, wie zum Beispiel im Central, fülle ich sie auf. Sonst kaufe ich mir Wasser und fülle es um. Seit Georgien traue ich mich irgendwie nicht mehr, Leitungswasser zu trinken. In Ländern wie diesen.

Es ist leider etwas bewölkt. Aber warm. Und die Altstadt hat man schnell gesehen. Da ich so ausgiebig gefrühstückt habe, gibt es auch keinen Grund, in einem der Cafés am Fluss zu hocken. Stattdessen laufe ich ein bisschen weg vom Fluss und genieße Kaffee und Kuchen und Pause etwas abseits der anderen Touristen.

In meinem Reiseführer gehört Slowenien ja nicht zum Balkan. Und also auch Ljubljana nicht. Ich habe nur so einen kleinen Stadtplan, in dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gekennzeichnet sind. Es sind genau 22. Und ich habe ca. 19 gesehen. Die Drachenbrücke, die Drei Brücken und die Metzgerbrücke sowieso und mehrmals.

Wo ich nicht direkt war, das gucke ich mir von oben an. Denn nun fahre ich mit dem Funikular hoch zur Burg. Die Burg selber ist kaum einen Besuch wert. Zuviel Glas, zuviel neues, zuviel Restaurants. Aber man hat einen guten Blick auf die Stadt von da oben. Und da die Sonne nun doch herausgekommen ist, sieht man die Berge, die Ljubljana umgeben.

In dem kleinen Stadtplan wird auch ein alternatives Kulturzentrum genannt, dass aus eine Hausbesetzung einer ehemaligen Kaserne hervorgegangen ist. Und da die slowenische Hauptstadt nicht so groß ist, liegt es quasi um die Ecke.

Als ich da bin, geht der Fotoapparat kaputt.

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Am ersten Urlaubstag

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Ich muss mal hier erwähnen, dass ich mich unlängst von dem großen Gedöhns getrennt habe. War mir einfach zu anstrengend geworden, ständig die Nikon und die Wechselobjektive UND eine Kamera für Gegenden, in denen ich die Nikon lieber verstecke, und in solchen Gegenden bin ich ja nun mal ab und an, mit auf Reisen rum zu schleppen.Stattdessen habe ich mir eine Lumix zugelegt. Mit Leica Objektiv und 250er Zoom. Für Nachtfotos ist die natürlich nicht wirklich was und Bird Watching ist auch schwieriger als mit der großen, Aber sie passt in die Bauchtasche und kann damit überall gut versteckt und schnell wieder herausgeholt werden.

In Russland hat die mir hervorragende Dienste geleistet. Bei der Radtour Himmelfahrt auch. Und natürlich in der Sächsischen. Und überhaupt.

Und jetzt!

Zoom fährt nicht ein. Vermutlich Dreck drin.

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Katastrophe

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Der uneheliche Schwiegersohn zu Hause fängt sofort an zu recherchieren und schickt mich dann zu zwei Fotogeschäften. Außerdem soll ich das Teil mal an ein Staubsaugerrohr halten.

So sehe ich nun ganz andere Ecken von Ljubljana. Die Neubauten. Den Beton.

Helfen kann mir übrigens keiner so schnell, wie ich Hilfe brauche. Ein paar Tage müsste ich schon in der Stadt bleiben. Will ich aber nicht. Aber immerhin, in dem einen Geschäft darf ich das Objektiv mal ins Staubsaugerrohr halten.

Die Kamera geht wieder. Leidlich.

Misstrauisch bin ich trotzdem. Ich werde wohl ohne Zoom fotografieren und überhaupt mich so benehmen, als sei ich mit einer analogen unterwegs. Also keine Zweihundert15hunderttausend Fotos.

Und natürlich werde ich sie immer streicheln. Und ihr sagen, dass sie eine gute Kamera ist. Bei Autos funktioniert das ja auch.

Über Inch

www.inch.beep.de
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4 Antworten zu Fast eine Katastrophe (01.10.2019)

  1. freiedenkerin schreibt:

    Na, zum Glück hat deine Kamera dann doch noch irgendwie funktioniert!

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  2. Nummer Neun schreibt:

    Ich fand Ljubljana ja ausgesprochen hübsch.

    Ärgerlich mit der Kamera – das hatte ich jetzt auch schon. Bei mir war zweimal ein Staubkorn im Objektiv und habe es nicht wegbekommen. Seitdem nie wieder Sony.

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