Immer noch ein bißchen abgeschnitten

Also natürlich war es über Silvester schön. Ich habe ein paar Fotos gemacht und werde berichten.

Nur begann das Neue Jahr hier wie das alte endete.

Das Internet das Internet.

Nachdem also das Kleine Kind alles eingerichtet und verkabelt hatte wollte mein Laptop das Heimische Netz nicht mehr erkennen. Da das Kind längst weiter gezogen ist, sitze ich also etwas hilflos allein zuhaus.

Zum Glück weiß ich inzwischen, wie ein Lankabel aussieht. Nur leider, es ist etwa einen Meter lang. Wenn ich also die Tür zur Welt da draußen öffnen möchte, muss ich  mich auf den Fußboden hocken, ganz dicht neben den Router, denselben mit dem Laptop verbinden…

Das finde ich ein bisschen anstrengend.

Und albern.

Ich hatte ja übrigens mal ein ganz langes Kabel. Das habe ich wahrscheinlich irgendwann entsorgt.

Nun habe ich ein  neues bestellt. Auf dem Boden hockend. Ganz dich neben dem Router.

Zwar kommt der Freund des Großen Kindes  irgendwann vorbei und richtet irgendwas am Laptop wieder ein, aber das könnte evtl länger dauern als das neue Kabel auf dem Postweg zu mir braucht und es kann ja auch für die Zukunft nichts schaden, so was zu Hause zu haben.

Mann.

Ich melde  mich dann wieder.

Irgendwann.

Und erzähle von unserer Fahrt nach Thüringen.

Bis dahin, genießen Sie den Inter*. Liegt zwar nicht all zuviel Schnee, aber wenigstens sind es mal unter Null Grad.

  • Ich  meine natürlich den Winter. Nicht etwa einen Inder. Und das kommt davon, wenn man neben dem Router hockt.
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Durchgang verboten

Ich verbringe den Jahreswechsel wie üblich nicht in L.E.

Diesmal haben die Freunde ein hübsches Quartier in Thüringen gefunden. Und weil es heute Nacht eher ungesund zugehen wird und wir Marie letzten Tage eh viel zu viel gegessen haben, sind wir also gewandert. Auf höchst offiziellem Wanderweg.

In Thüringen.

Was außer Wandern, Skispringen und Rodeln macht man denn sonst in Thüringen?

Doch hier …

In Thüringen!

Ich hoffe, das ist kein schlechtes Omen fürs neue Jahr.

Ihnen allen wünsche ich ein gutes Durchkommen, immer offene Türen und offene Geister!

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Abgeschnitten

Nahezu zwei Wochen ohne Internet…

Ich kann Ihnen sagen.

Ob das Weihnachtsfest stressfreier war? Vielleicht.

Aber sonst?

Übrigens, wäre ich beim Anruf bei der Servicehotline von Vodafone gleich an Techniker Nummer 2 geraten, hätte ich jetzt immer noch kein Internet. Hätte stattdessen einen neuen Router gekauft und mich gewundert.

Zum Glück sprach ich zuerst mit Techniker Nummer 1. Der schickte mich, diverse Kabel, die er genau beschrieb, zu kontrollieren. Als ich eins berührte, flog er aus der Leitung.

Schon erwähnte Nummer 2 wollte davon nichts wissen, konnte mir auch ein Lan- Kabel nicht beschreiben und mich auch nicht mit Nummer 1 verbinden, empfahl aber, wie schon erwähnt, den Kauf eines neuen Routers. Als ich ermattet ankündigte, dass ich jetzt einfach solange anrufen würde, bis ich Nummer 1 in der Leitung hätte, ermunterte ihn das auch  nicht zu mehr Kundensupport.

Nummer 3, eine Frau, sehr nett und kompetent, flog leider viel zu schnell aus der Leitung.

Nummer 4 ließ sich meine Handynummer geben und flog aus der Leitung. Dann schickte er mir ein neues Kabel. Fragen Sie nicht, wie das heißt. Koaxial oder so.

zum Glück ist das Kleine Kind grad da. Gefühlte 3 Minuten hatten wir Netz. Dann, Sie werden es mir nicht glauben, gab der Router seinen Geist auf.

Nun ist alles wieder gut. Seit genau 20 Minuten.

Mal sehen…

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Plötzlich so nah

Eine Nachricht vom Kleinen Kind:

Da ist irgendwas in Berlin wohl gewesen heute. Aber nicht hier bei mir. Nur zur Info.

Ich schalte den Fernseher ein.

Oh Gott!

Wenn ich das erst heute morgen in den Nachrichten erfahren und das Kind nicht erreicht hätte, wäre ich vermutlich in Hysterie verfallen.

Plötzlich ist alles so nah.

Ich vergewissere mich sofort bei allen Freunden in Berlin.

Und heute sitze ich in einem Workcafé.

Junge Menschen aus Afghanistan, Mädchen und Jungen, haben viele Fragen zur Ausbildung.

Was gestern in Berlin und in den Monaten vorher anderswo passiert ist, bestärkt mich nur in meiner Überzeugung, wie wichtig es ist, Integrationsarbeit zu leisten. Egal ob im Ehrenamt, ganz privat oder im Job.

 

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Ehrenamt und Profession

Ziemlich intensive Wochen liegen hinter mir.

Es ist schon ein Unterschied, ob man sich täglich freiwillig aus den Federn erhebt oder ob aus Notwendigkeit. Auch wenn ich in den Monaten bis April durchaus manche Tage 8 Stunden auf den Beinen war. Freiwillig. Schließlich hätte ich jederzeit sagen können: Stopp! Das wird zu viel. Ich brauche eine Pause.

Tat ich fast nie.

Ich glaube, die Psyche ist schon ein schwer unterschätzter Faktor. Auch in Sachen Arbeit.

Zum Glück habe ich ja einen Job gefunden, der meinen freiwilligen Aktivitäten der letzten Monaten mehr als nah kommt.

Zum Glück bin ich dabei auf Kolleginnen gestoßen, die sich der Sache genauso annehmen wie ich.

So haben wir uns in den Aufbau von Strukturen gestürzt, Bürosuche, Hintergrundrecherchen und Teambildung, die Formulierung von Verträgen und Vereinbarungen.

Am Donnerstag dann konnten wir unser Projekt in einer Auftaktveranstaltung vorstellen. Das Interesse schien groß zu sein. So jedenfalls interpretiere ich gern im Anschluss gestellte Fragen, Menschen, die das Gespräch mit den Akteuren suchen.

Am Donnerstag Abend waren wir dann alle, glaube ich, ziemlich fertig. Und erleichtert.

Ich muss mich nun wieder etwas mehr um meine ehemaligen Schüler kümmern.

Es ist ja so mit Arbeit und Ausbildung. Die Sprachkurse sind bis B1 kostenfrei. Genau so lange bezahlt das Jobcenter ALG II für die betreffende Person. Deutschsprachniveau B1 ist die Mindestanforderung für die Aufnahme einer Berufsausbildung, oder sagen wir lieber, vieler Berufsausbildungen.

Schwierig wird es für Menschen, die gern ihr in Syrien abgebrochenes Studium fortsetzen möchten. Die brauchen mindestens C1. Theoretisch müssten sie diese Kurse selber bezahlen, das Jobcenter drängt zur Aufnahme irgendeiner Arbeit und die meisten Geflüchteten möchten eigentlich auch gern so schnell wie möglich unabhängig vom Amt und selbstbestimmt leben. Doch wie kurzsichtig wäre es denn, jetzt irgendeinen Helferjob anzunehmen?

So ist ein gutes Netzwerk gefragt und Unternehmen, die den Vorteil längerfristiger Qualifizierungen sehen und als Partner bereit stehen. Was ich hier gerade „privat“ erlebe, wird mir ab Januar beruflich genauso begegnen. Mit der Herausforderung, dass die Strukturen im Landkreis etwas andere sind als in der Stadt.

Hier gibt es Vereine, die sich um Stipendien kümmern. Stipendien, die erst einmal den Erwerb der für ein Studium notwendigen Sprachkenntnisse ermöglichen. Oder es gibt Institute, die einem Geflüchteten kurzerhand ein bezahltes Praktikum anbieten, in dem er bis zum Beginn des Studiums schon in seinem Fachgebiet arbeiten kann, zusammen mit deutschen Kollegen, und so den fachspezifischen Wortschatz erlernt. Für den „Rest“, besonders die Vorbereitung auf die äußerst schwierige Deutschprüfung, steht jemand aus dem Verwandten- und/oder Freundeskreis zur Verfügung.

Was aber ist mit dem jungen Mann, der gern eine Ausbildung zum Verkäufer machen will? Dafür wird B2 verlangt. Da hilft nur ein Minijob, mit dem der Sprachkurs finanziert werden kann. Und dann eine gezielte Ausbildungssuche in einem Unternehmen, dass seinen besten Auszubildenden gleich die Fortsetzung der Ausbildung und damit den Abschluss als Kauffrau/mann anbietet. Denn schließlich, der junge Mann hat mal Management studiert. Und der Lehrer? Er wird nie hier in seinem Job arbeiten können. Aber vielleicht, wenn er eine Helfertätigkeit in einem sehr, wirklich sehr großem Unternehmen beginnt, wird er sich hocharbeiten können. Es liegt nun an ihm. Und was mache ich mit der Physikerin, die hier putzt? In einem Restaurant?. Was mit der Biologin?

Manchen könnte der Wunsch, so schnell als möglich unabhängig vom Amt zu sein und selbstbestimmt zu leben, irgendwann auf die Füße fallen. Könnte zu Unzufriedenheit, Selbstverachtung und Reue führen. Trotzdem ist es ihre Entscheidung. Ich kann nur zuhören und manchmal über mögliche Alternativen sprechen, die ja auch noch später zur Verfügung stehen könnten.

Das ist privat so wie im Beruf.

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Was es sonst noch gab

In Berlin gabs natürlich auch bunte Wände. Alle vier Fotos wurden in Kreuzberg aufgenommen..

Drauf klicken= groß gucken

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Die letzte Gelegenheit

Waren Sie schon mal in Pankow?

Nein?

Falls Sie mal hin wollen, kann ich Ihnen den Weg verraten.

Gehen Sie zuerst zum Weihnachtsmarkt an der Samariterkirche. Dann beschließen Sie, zum Prenzlauer Berg zu laufen. Nach nur wenigen Kilometern landen Sie in Pankow. Und stehen immerhin vor einem Großplanetarium. Immerhin. Da war ich noch nie.

Ich bin in Berlin.

Das Kleine Kind ist seit August hier. Praxissemester. Und sofort war klar: Kind, da komme ich Dich besuchen. Aber erst durfte ich nicht, weil es da stundenlang durch ein Naturschutzgebiet rannte und Schmetterlinge fing und kennzeichnete und abends so müde war, das keine Zeit blieb, Berlin zu erkunden.

Dann kam immer was dazwischen. Urlaub zum Beispiel und Arbeit.

Als dann aber das Kind verkündete, dass es nicht bis Februar in der Hauptstadt bleiben würde, sondern schon vor Weihnachten dort abzuhauen zu gedenke, wurde es allerhöchste Eisenbahn.

Letztes Wochenende also. Das Wetter war so naja.

Und am Samstag zeigt mir das Kind erst Mal den Kiez. Namentlich die Rigaer Straße und den Weihnachtsmarkt an der Samariterkirche.

Dann dachte ich, wir könnten ja zum Prenzelberg. Schließlich war ich da, als ich so zwischen 14 und 16 war bei Verwandten in den Ferien. Soll sich ja viel verändert haben. Hört man immer wieder. Es gibt da sogar Blogs. Und ich wollte die Prenzelbergmutter live erleben.

Nuja, Großplanetarium in Pankow ist auch ganz nett. Und immerhin, ich weiß jetzt, dass ein Planetarium uninteressant ist. Aber so was von.

Zurück in die WG, ausruhen und ab ins Kneipenviertel. Unterwegs finden wir aus Versehen eine total gemütliche Eckkneipe, die wir wegen einer privaten Geburtstagsfeier nach einer heißen Schokolade leider wieder verlassen müssen, laufen an allerhand hippen, teuren Retsaurants vorbei und finden dann einen adäquaten Ersatz.

Und Sonntag also Treptower Park. Sowjetisches Ehrenmal. Da war ich noch nie. Das Kleine Kind auch nicht. Das Ehrenmal ist wie es sein muss, das Wetter leider nicht. Irgendwie so pieselig. Entlang der Spree und durch ein kreativ genutztes Fabrikgelände nach Kreuzberg, zurück nach Friedrichshain, schnell noch das RAW- Gelände angucken und dann in einer etwas teureren Kneipe landen.

Ich kann Ihnen sagen. Ich habe heute noch Muskelkater. Und eine Blase. Also wirklich.

Genau in 10 Tagen verlässt das Kleine die Stadt, in der es sich nicht so recht wohl fühlt. War trotzdem gut. Ich habe Orte gesehen, wo ich vorher noch ne war.

Danke liebes Kleine Kind.

Fotos wie immer: drauf klicken, groß und komplett gucken

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# Himmlisch

Eigentlich sollte dieser Blog unter einem negativeren Titel stehen. Mir schwebte so etwas wie Sozialer Stress vor, hatte aber noch nicht das richtige gefunden.

Da kam mir sunny mit ihrer Blogparade Punkt.Punkt.Punkt zu Hilfe. Himmlisch ist da das Wort des heutigen Sonntags. Und stimmt, man kann die Sache auch etwas freundlicher bezeichnen. Denn wenn ich auch derzeit von Termin zu Termin haste, so haste ich ja, weil ich das möchte, und manches Mal wird mir dabei ein himmlische Vergnügen geboten.

Himmlisch.

Der Duden sagt:

  1.  den Himmel betreffend, zu ihm gehörend, dort befindlich 
  2. von Gott ausgehend, gewirkt, göttlich
  3. (emotional) so geartet, dass es jemandes Entzücken hervorruft, wunderbar, herrlich
  4. sehr, überaus
  5. (veraltet) den Himmel betreffend

Da meine Festplatte mit allen Fotos noch beim Festplattendoktor ist, gibt es kein himmlisches Bild, also eins, das nach Punkt 1. den Himmel betrifft, von mir.

Jedoch brauche ich auch keins, beziehe ich mich doch auf die Deutung 2. und 3.

Da habe ich eh keine Fotos gemacht.

Es ist nämlich wie immer in der Vorweihnachtszeit. Inch verfällt in Stress. Nicht genug, dass ich mit Plätzchen backen und Geschenkeanhäufung zu tun habe, es vermehrt Veranstaltungen wie Weihnachtsessen mit Freunden, Glühwein trinken mit den ehemaligen Kollegen und Weihnachtsliedersingen mit den Kletterkumpels gibt, schneien ausgerechnet jetzt zahlreiche Angebote von Kulturleben in mein Postfach. Es sind tatsächlich so viel, dass ich mir die Veranstaltungen inkl. der Teilnehmenden in einen Kalender eintragen muss, weil ich sonst komplett den Überblick verlöre, nervös vorm Gewandhaus stünde und den falschen anpiepsen würde, wo er denn bliebe.

Dabei habe ich Glück. Auf die zahlreichen Kinoangebote hatte keiner Bock. Also ich wäre schon gern zu der ein oder anderen Vorstellung gegangen, aber ohne Geflüchtete habe ich da als Kulturlotse keinen Zutritt. Ich könnte mir natürlich ganz eigenständig eine Karte kaufen, andererseits… es gibt eben genug andere Termine.

Am Donnerstag zum Beispiel.

Da waren wir zu dritt beim Jazz.

Im Live Club Telegraph.

Das Duo Stiehler/Lucaciu und Ryo Taketa luden zu weihnachtlicher Popmusik.

Ja ich weiß. Aber man kann die Jungs auch nicht gleich mit Free Jazz überfordern. Ich meine, die mich begleitenden Jungs. Schließlich will ich, dass die das nächste Mal wieder mitkommen.

Es gab dann überraschend viel Text. Text vom Christkind, der Weihnacht, von Josef, Maria, Jesus. Es ging um Gotterbarmen, diverse Omas, die Schnapsplantage des Opas. Und dazwischen Musik. Sehr gute Musik.

Wegen der Texte hatte ich Sorge, dass die Jungs vom Spaß ausgeschlossen sind. Wegen der manchmal sehr ernsten Töne hatte ich Sorge, dass die Jungs das jetzt ein bisschen zu christlich finden. Wegen des Spaßes hatte ich manchmal Sorge, dass die Jungs das jetzt zu respektlos finden.

Aber, sie bestätigten mir beide, dass sie weitgehendst verstünden, hatten im Übrigen einen Heidenspass. Ein himmlisches Vergnügen mit himmlischen Botschaften, die manchmal ernster, manchmal nicht so ernst gemeint waren.

Und heute, vor dem Weihnachtsliedersingen mit den Kletterkumpels, waren wir im Gewandhaus.

Das Lehrerorchester, immerhin allesamt Amateure, boten eine sehr professionelle Vorstellung. Stücke von Johann Friedrich Fasch, Tschaikowskis Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll Op. 23 und Beethovens Sinfonie Nr.3 “Eroica“. Wir waren allesamt entzückt (siehe Duden, Nr. 3) und hatten zudem himmlisch gute Plätze.

Ihnen allen wünsche ich eine himmlisch stressfreie Vorweihnachtszeit.

Ich werde mir diesbezüglich auch Mühe geben.

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Geschenke sind Scheiße

Ich versuche ja gerade wieder einmal aufzuräumen. Mich von unnötigem Ballast zu trennen.

Ich könnte das Zeug, das ich nicht brauche, einfach wegwerfen.

Aber dazu ist es mir zu Schade.

Außerdem denke ich, dass es sicher genug Menschen gibt, die eher knapp bei Kasse sind und manches noch gebrauchen können, was bei mir rumliegt. Bzw. ist ja ein großer Teil der Jugend glücklicherweise auf dem Ressourcenspartrip.

Also spende oder verschenke ich.

Doch es stellt sich raus: Geschenke sind teilweise schwer unters Volk zu bringen. Das heißt, bringen ist das falsche Wort, denn gebracht würden sicher viele zugreifen, aber die Geschenke müssen geholt werden. GEHOLT. Bei mir. Das ist für manchen Interessenten zuviel. Für manche Interessentin auch.

Keine Schwierigkeiten gibt es bei Lebensmitteln. Einmal ein Abnehmer oder eine Abnehmerin gefunden, sind die Leute schnell vor Ort und schaffen Platz in Kühl- und Lebensmittelschränken.

Andere, sehr zur Adventszeit passende Dinge fanden auch schnell einen neuen Besitzer.

Doch manche Dinge….

InteressenInnen finden sich schnell.

Wir machen also einen Termin. Ich hocke zu Hause und niemand kommt. Stattdessen etwa 10min vor Verstreichen der ausgemachten Zeit die Nachricht, dass es heute leider nichts wird, weil man arbeiten müsse. Kann ja mal passieren. Als sich aber das nächste Zeitfenster zu schließen droht, muss ich dann schon nachfragen, wo man denn bleibe…

Oder ich gebe zwei Termine vor. Es wird der am nächsten Tag gewählt. Auf Anfrage meinerseits dann wieder die Sache mit der Arbeit.

Wohlgemerkt, ich spreche von verschiedenen Menschen. Menschen, die offensichtlich nicht wissen, wie sie am kommenden Tag arbeiten. Oder dass der Sohn am nächsten Tag ein Fußballspiel hat. Oder, oder, oder.

Da komme ich mir ein bisschen blöd vor, beschließe, den Leuten, denen ich etwas schenken will, mit meinen Geschenken nicht hinterherzurennen und würde das Zeug gern im Müll entsorgen…., wenn ich da nicht eine völlig falsche Erziehung genossen hätte, die mich daran hindert, Sachen einfach wegzuwerfen.

Also begebe ich mich wieder auf diverse lokale Plattformen und beginne das Spiel von Neuem.

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Von wegen Winterruhe

Der Garten ist längst winterfest gemacht, das Wasser abgestellt, die Laube weitestgehend leer geräumt.

Trotzdem gibts noch zu tun.

Was heißt zu tun.

ZU ERNTEN.

Und zwischendrin gehe ich mit der Prinzessin den Weihnachtsmann begrüßen. Der kommt wie immer auf dem Bahnhof an. Immerhin, in diesem Jahr mit Dampflok. Dann aber ist er so schnell weg, dass ich nicht glauben kann, das er mit Kapelle und Kutsche in die Stadt gefahren sein soll. Als wir außerhalb des Bahnhofs stehen, hören wir nirgends Musik. Nein, so schnell ist eine Bergmannskapelle zu Fuß nicht, da hat der Journalist der lokalen Tageszeitung wohl den Text vom Vorjahr genommen.

Und zur Kurrende in die Thomaskirche. Der Prinzessin beim Singen zuhören.

Erst habe ich dort Angst, dass ich sie gar nicht sehe, weil die Kirche ist gut gefüllt und alle, wirklich ALLE Eltern stehen vorn und fotografieren und filmen. Aber dann erinnert der Pastor an den Anlass der Veranstaltung und alles nimmt Platz.

Ich wollte erst auch mit Fotoapparat und Gedöhns in die Kirche, erinnerte mich aber dann: Als das Große Kind in der Kurrende sang, gings auch ohne Foto.

Und weil der Weihnachtsmann viel zu schnell war, Polizisten Kinder anschrien, sie müssten eine 1,50m breite Gasse lassen und Erwachsene eben diese Kinder umschubsten und wegrempelten, gibts nur Fotos vom Garten.

So.

Schönen Resterstenadvent wünsche ich noch.

 

 

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