Die engsten Gassen von Athen

… die wir gesehen haben.

Steht man auf der Akropolis und schaut hinunter, fällt ganz nah ein Dächergewirr auf. Anafiotika. Da will ich hin.

Wir sind ja wieder mal ohne Reiseführer unterwegs. Lassen uns eher von Tipps und Ideen leiten. Für die Akropolis braucht frau das ja nicht, aber sonst so.

Natürlich haben wir ein oder zwei kostenlose Stadtpläne. Anafiotika ist da nicht drauf. Dabei liegt das Viertel wirklich ganz nah an der Akropolis, ist sozusagen an ihre Mauern gebaut.

So irren wir erst ein bisschen rum, landen in einer Straße, durch die immerhin Autos passen, mit vielen Läden links und rechts, Restaurants und noch mehr Touristen. Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn das sieht hier nicht ganz so aus, wie ich es gelesen und erwartet habe. Vor allem sind die Häuser eher selten weiß.

Kommt, lasst uns mal da ein bisschen rauf gehen. Und – schwupps- finden wir uns in einem Gassengewirr wieder. Es geht treppauf, treppab, manchmal ist es sogar eben. Die Häuser sind weiß, die Treppen manchmal bunt. Es ist so eng, dass ich mich frage, wie die Leute die Möbel in die Häuser gekriegt haben oder kriegen. Aber die Häuser sind so klein, dass da eh nicht viel rein passt, wenn man berücksichtigt, dass da auch noch Menschen reinpassen müssen.

Die Menschen sind, soweit wir sie sehen, keine Ökoterroristen, Hippster und Walldorfschüler, sondern eher ganz normaler Durchschnitt. Und Gefüchtete. Ob letztere hier regulär wohnen oder in einer der Ruinen hausen, ist allerdings nicht ersichtlich. Denn das Viertel scheint nicht, wie ja schon die Einwohnerschaft andeutet, gentriefiziert. Es gibt Bewohntes und Verfallendes und Verfallenes. Direkt am Fuß der Akropolis. Und kaum Touristen. Keine Läden und keine Restaurants.

Die Geschichte des Viertels ist spannend und so wohl nur in Europa in Ländern wie Griechenland möglich. In Deutschland jedenfalls undenkbar.

Direkt an den Hügeln der Akropolis gelegen, galt die Lage zur Bebauung als unattraktiv. Außerdem wurden weite Teile Athens nicht bebaut, um spätere Ausgrabungen zu ermöglichen.

Handwerker von den Kykladen errichteten hier, nur 7 Jahre, nachdem das Gebiet zur geschützten archäologischen Stätte erklärt wurde, ihre kleinen weißen Häuschen. Natürlich ohne Baugenehmigung. Es heißt, das erste Haus wurde in nur einer Nacht gebaut. Es heißt auch, dass danach Häuser, die in nur einer Nacht gebaut wurden, stehen bleiben durften. Aber die Erbauer waren wohl eher arm, bauten sie doch in einer Zeit größter Wohnungsnot, der Baugrund  zu steil, als dass man hätte große Behausungen errichten können. Das war Ende des 19. Jahrhunderts.

Wurden die Häuser, ohne das je eine Baugenehmigung erteilt wurde, zunächst geduldet, besteht seit Mitte des letzten Jahrhunderts kein Rechtsanspruch auf Besitz und Wohnrecht mehr.

1970 wurden 75 der damals 84 Hausbesitzer aus archäologischen Belangen enteignet. Ob das jetzt bedeutet, dass 75 Häuser auch geräumt werden mussten, oder 9 Bewohner heute doch als Besitzer ihrer Häuser gelten, habe ich nicht ganz begriffen. Fakt ist, dass 27 Häuser tatsächlich abgerissen wurden und heute mehr als 9 Häuser bewohnt sein.

Die Wohndichte ist sehr hoch und soll hauptsächlich noch aus den Nachfahren der einstigen Hügelbesetzer sein. Die Bewohner pflegen ein eher dörfliches Leben, ganz Athen kämpft um den Erhalt des Viertels, das unter Denkmalschutz gestellt gehört. Das Fehlen von Läden und Restaurants hält Touristen angenehm fern und so bildet das Viertel, zwischen der Hauptattraktion der griechischen Hauptstadt und dem lauten, belebten Viertel Plaka eine Oase der Stille und Ruhe im Moloch Athen.

Genießen Sie einfach die ausgewählten Bilder. Und wenn Sie groß gucken wollen, Sie wissen ja: drauf klicken

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Tote Steine in Athen

Wir waren ja, wie schon erwähnt, eigentlich in Athen, um tote Steine und Anarchisten zu gucken.

Selbst, wenn man an ersterem kein Interesse hat, kommt man in einer Stadt wie der griechischen Hauptstadt nicht um selbige herum. Jedenfalls im Großraum Zentrum. Da erhascht man über Dächer oder durch Seitenstraßen immer wieder einen Blick auf die auf ihrem Hügel thronende Akropolis.

Wir wollten da erst Mittwoch oder so hin, wenn garantiert die wenigsten Touristen in der Stadt sind und so war es eher Zufall, dass wir am Sonntag Nachmittag schon im Olympieion bzw dem Tempel des Olympischen Zeus landeten.

Der gehört jetzt nicht zur Akropolis, ist aber von ihr aus zu sehen, liegt an einer ziemlich befahrenen Straße und naja, am Sonntag, wir standen zufällig vor dem Eingang und wollten nur nach diesem Kombiticket fragen, da war der Eintritt frei.

Na aber nichts wie rein.

Im Winter haben die zu bestaunenden toten Steine nur bis 17:00 Uhr geöffnet, da muss man flink sein, frau auch. Wir mussten diese bittere Lektion noch lernen.

Gleich neben dem Tempel des Zeus steht Hadrians Tor. Und zwar so dicht an der Straße, dass sich nun wirklich kein Zaun drum bauen lässt und deshalb frei und kostenlos zu besichtigen ist. An jedem Tag, nicht nur wenn man an einem Sonntag mal Glück hat.

Aber das Kleine Kind kam mit dem Studentenausweis sowieso überall kostenlos rein. So muss das auch sein. Ich hoffe, auch Schulkinder dürfen kostenlos die Kultur bestaunen. So wie in Russland. Und ich finde es um so bemerkenswerter, dass die Griechen trotz Knebel aus Deutschland bzw. EU diese Bildung -für -alle -Mentalität, jedenfalls was Museen und die eigene Geschichte betrifft, beibehalten haben. Deutschland kann sich da eine ganz fette Scheibe abschneiden. Aber wen interessiert in Deutschland schon Bildung für alle?

Wie dem auch sei. Das Große Kind und ich erstanden also ein Kombiticket. Gilt drei Tage und ist jetzt nicht so ganz billig. Was wir nicht wussten, ist, dass man da jeweils nur EINmal zu jeder Säule darf. Das ist blöd. Denn die Akropolis ist groß und wir nun keine Frühaufsteher. Ins Akropolismuseum darf man mit der Karte auch nicht, das kostet extra, außer fürs Kleine Kind. Und in der Ancient Agora waren wir erst gegen 15:00, am nächsten Tag, nicht ahnend, wie groß die ist und natürlich rannten ab 16:45 Uhr die Aufpasser mit den Trillerpfeifen rum und jagten alle vom Gelände. Dabei ist Einlass noch bis 16:45 Uhr. So gesehen, konnten wir noch froh sein, schon 15:00 Uhr dagewesen zu sein. So war ich nie in Hadrians Bibliothek, die guckte sich das Große Kind am nächsten Tag alleine an. Von der Ancient Agora sah ich nur die Hälfte, die Kinder die andere Hälfte. Das Große Kind allerdings wollte alles sehen und weil das Kleine Kind meinte, hat mein eine Säule gesehen, hat man alle gesehen, gab sie gern ihren Studentenausweis her und ging mit mir Anarchisten gucken, während das Große Kind sich wirklich jeden toten Stein ansah. In der Römischen Agora waren wir aber alle drei und ganz lange. Und das ist dann auch schon alles bedeutende, was es in Athen an toten Steinen zu sehen gibt.

Jetzt kommen ganz viele Bilder. Und wahrscheinlich haben Sie alles schon einmal gesehen. Wer trotzdem wissen will, wie ich die Dinge gesehen habe, klickt aufs Bild, dann wird’s groß.

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Die Katzen von Athen … und ein Hund

Unlängst flogen wir nach Athen. Das heißt, das Große Kind und ich flogen. Das Kleine fuhr lieber Bus. Wegen der Ökobilanz.

Die Prinzessin und der Kleine König blieben zu Hause, wohl versorgt von deren Vater.

Wir machten Mädchenurlaub. Sozusagen. Anfang November war das.

Wir wollten tote Steine und Anarchisten gucken.

Mit den vielen, wirklich sehr vielen Katzen hatten wir nicht gerechnet. Und ich nicht damit, wie ich in meiner Erziehung versagt habe. Also in meiner Erziehung der Kinder. Denn die durften NIE ein fremdes Tier anfassen, wenn nicht der Besitzer oder die Besitzerin in der Nähe. Also fast nie Katzen, weil die meistens recht unabhängig durch die Gegend strolchen.

In Athen fassten sowohl das Große als auch das Kleine Kind nahezu jede Katze an, der wir begegneten. Und derer gab es, wie gesagt, recht viele. Wir mussten sogar mancherorts eine Weile verbringen, damit sowohl das Große als auch das Kleine Kind die Katzen ausgiebig knuddeln konnten.

Tzz, was wir noch alles für tote Steine und Anarchisten hätten gucken können, hätten die Katzen uns nicht so aufgehalten. Also ich habe ja keine angefasst. Obwohl, zugegeben, die sahen alle recht gepflegt aus und gar nicht zerzaust, struppelig, krank oder gar verlaust. Trotzdem.

Den einen Hund haben wir alle nicht angefasst. Aber der war ja auch hinterm Zaun.

Aber schauen Sie am besten selbst. Und wer genau gucken will, klickt aufs Bild, dann wird es groß.

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Nur zur Info…

… falls Sie planen, nach Italien zu fahren, könnte ein Umweg über Mantua u.U. sinnvoll sein. Aber vielleicht sind diese Art Snacks ja überall im Stiefel üblich. Wir werden danach Ausschau und Sie auf dem Laufenden halten.

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Fake

Die Kinder haben noch nie soviel Kika am Stück gesehen wie gestern Abend. Aber für excessive Spiele war das Zimmer einfach zu klein. Nichts gegen das Zimmer. Für zwei Personen völlig ausreichend. Und nichts gegen das Hotel. Ohne mit der Wimper zu zucken ließen sie uns zu viert das Doppelbettzimmer. Und Frühstück für vier. Zum Preis für zwei.

Beim Frühstück dann der Anruf der Werkstatt und die leicht irritierte Frage des Mechanikers, was eigentlich nicht stimme mit dem Inchfamilienmobil.

Na es schaltet nicht. Liegt wohl an der Kupplung.

Das Auto funktioniert einwandfrei.

???

Könnten Sie eine Probefahrt machen?

Zwei Stunden später sitzen wir drin. Auf dem Weg nach Mantua. Es ist viel zu warm, wir trudeln mit 100 Sachen duch Österreich und 110 über den Brenner. Ich hasse die Strecke. Nicht wegen der 100 und 110 kmh, sondern wegen der Kurven und LKWs.

Nachdem die Kinder uns gestern nacheinander das Auto vollgekotzt haben, verschlafen sie heute die letztlich 8 Stunden, zugedröhnt mit Zaubersaft, der müde macht und aber auch das Innere des Mobils vor unangenehmen Nebenwirkungen schützt.

Zu Mantua nur soviel. Ich habe nie eine italienische Stadt mit soviel Radfahrern gesehen. Ehrlich. Keine Mopeds. FAHRRÄDER.

Und beim Abendessen auf der Piazza bin ich bei der Rechnung gewaltig über den Tisch gezogen worden. Aber das stört mich heute nicht.

Wir sind in Italien.

Urlaub!

Ich werde vermutlich berichten, wenn wir zurück sind.

In zwei Wochen. Falls ich die Hitze überlebe.

Und nicht sonst noch was passiert.

Sie hören von mir.

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Gestrandet

Eigentlich wollten wir nach Armenien. Aber auf Volksbegehren hatten wir keine Lust. Frau weiß ja nie, wie fas endet, wenn EU und USA erst mal Blut lecken und die Chance, den Russen einen Verbündeten zu entreißen.

Dann hatte ich ein Zimmer in Guca gebucht. Zum Balkan Brass Festival. Aber der Kumpel hat abgesagt. Und allein aufm Festival ist irgendwie falsch.

Ziemlich kurzfristig entschieden wir uns für Italien. Freunde besuchen in Piombino. Mit Zwischenstopps bei Rosenheim, in Mantua und Siena. Schließlich sind die Prinzessin und der Kleine König mit an Bord. Und das Große Kind. Der Schwiegersohn in spe und das Kleine Kind müssen jeweils für ihre Prüfungen büffeln.

Das Inchfamilienmobil war letzte Woche noch in der Werkstatt. Sollte also alles gut gehen.

Ging es auch. Bis auf einen Parkplatz bei Nürnberg. Da ging nichts mehr. Nichts, was die Gänge betraf. Ließ sich nicht mehr einlegen. Keiner nicht. Zum Glück genau an der Ausfahrt des Parkplatzes. Zurückschieben hat uns eine Frau geholfen. Der Mann, den ich heranzuwinken suchte, drehte sich einfach weg.

Auf den Abschleppdienst haben wir eine Stunde gewartet. 10 min Abschleppen kostet schlappe 350€. Nun steht das Mobil in einer Werkstatt und wartet, dass diese morgen 7:30 Uhr öffnet. Und wir liegen im Hotel. Und warten morgen auf die Info der Reparateure.

Die Reisekasse droht bedrohlich zu schrumpfen.

Ich halte sie aufdem laufenden

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Wieder da

Ich bin wieder da.

Also ich war nicht weg. Rein physisch gesehen.

Ich war nur schreibunfähig.

Wegen weil ich hatte keinen Computer.

Ich weiß gar nicht mehr, wann das Drama begann. Vor Weihnachten verabschiedete sich mein 10 Jahre alter Fernseher. Das weiß ich genau. Denn das war das erste Weihnachten seit Inchgedenken ohne „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Kann sein, dass da der Laptop schon murrte und zuckte. Kann sein, dass er dann nach Silvester den Geist ganz aufgab. Ich weiß, der Laptop war mehrmals beim Vater der Prinzessin und des Kleinen Königs. Wenn Sie meinen Reisebericht von Georgien lesen, sehen Sie die zeitlichen Lücken. Ja, das muss noch vor Weihnachten gewesen sein, denn der Schwiegersohn schenkte mir irgendein Programm.

Dann gab ich auf und suchte nach einem Ersatz. Das ist der, auf dem ich gerade schreibe. Irgendwann Ende Januar oder Anfang Februar tippte ich hier zum ersten Mal drauf rum…

… und wunderte mich über den lauten, den sehr lauten Lüfter.

Also Retour die Neuerwerbung. Und bitte Austausch des Lüfters.

In der Zeit hatte ich mir übrigens auch einen neuen gebrauchten Fernseher gekauft. Der ging nach 2 Wochen kaputt. Aber das nur nebenbei. Es geht ja hier um den Laptop.

Ich war natürlich nicht ganz offline. Ich habe ja noch ein Tablet. Und ein Smartphone. Wie sich das heutzutage gehört. Aber das Smartphone nutze ich tatsächlich nur als Gerät zum Nachrichtentausch, auf dem Tablet die abonnierten Blogs zu lesen, ist schwierig, da der Reader die Blogs da merkwürdig auflistet. Selber bloggen auf dem Tablet ist auch zu unkomfortabel.

Also Funkstille hier.

4 Wochen, nachdem dieser Laptop, auf dem ich gerade tippe, seinen Weg Richtung Reparatur genommen hatte, dachte ich, ich ruf da mal an. Denn die angegebenen maximal 10 Werktage, die so eine Reparatur dauern könnte, schienen mir nun doch vorbei.

Da war der Laptop plötzlich just an diesem Tag fertig. Sie dürfen sich wundern. Ich tat es. Aber egal, einen Tag später, heute,  sitze ich hier und finde den Lüfter ganz schön laut…

Ps.: Draußen schneit es. Aber das hat nichts mit dem Blog zu tun.

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Pendeln im Sturm

Es ist kurz nach 3. Gerade hat ein Teilnehmer am Projekt das Büro verlassen, gegen 16:30 erwarte ich den nächsten. Ich arbeite gerade das letzte Beratungsgespräch auf, da fliegt die Tür auf und meine Nachbarin in meinem Büro in einer sächsischen Kleinstadt, Chefin einer Steinmetzfirma, fordert mich auf, nach Hause zu fahren. Ob ich denn  nicht das Wetter bemerkt hätte? Doch, habe ich, und gerade überlegt, ob ich bis 19:00 Uhr bleibe, wenn der Sturm hoffentlich durchgezogen wäre.

Sind Sie verrückt? Die Schulen im Landkreis schicken alle die Kinder nach Hause. Bei Sturm, da fährt irgendwann kein Zug mehr.

Ach Du Scheiße! Sie hat Recht. Ich packe hastig zusammen, verschließe die Akten, schnappe Laptop und Fahrrad und eile zum Bahnhof.

Genau 1 min vor Abfahrt des Regionalzuges stehe ich auf dem Bahnsteig. Da tut sich nix. Dann nach 10 min die Durchsage, dass er sich 15 min verspätet. Kann ich ja noch in Ruhe ein Ticket ziehen.

20 min.

Die S-Bahn kommt irgendwie auch nicht. Dann endlich der Zug.

Kaum drin die Durchsage des Lokführers. Wegen irgendwas auf der Strecke, die nur noch eingleisig befahrbar ist, bleiben wir erst mal stehen.

Ein bisschen später heißt es dann, bis 19:00 Uhr geht nichts mehr wegen Schäden zwischen einer anderen und dieser sächsischen Kleinstadt.

Ich fange an nachzudenken. Vielleicht sollte ich doch bis 19:00 Uhr zurück ins Büro? 18:00 Uhr habe ich einen sehr wichtigen Telefontermin. Den kann ich unmöglich im Zug, mit Fremden links und rechts und vor und hinter mir wahrnehmen.

Da sagt der junge Mann gegenüber: Es gibt einen Bus in eine 3. sächsische Kleinstadt. Von dort fährt ein Bus nach Leipzig. Noch.

Ich rase zurück ins Büro, schließe das Rad im Haus ab und rase zurück zum Bahnhof. Warten im Sturm. Es ist saukalt. Nicht mal rauchen kann man bei dem Wind richtig. Gegenüber weint ein junges Mädchen, es scheint etwas behindert zu sein, dass sie nicht nach Hause kommt. Aber die Busse fahren. Nur eben mit Verspätung. Weil Bäume auf Straßen rum liegen.

Auch unserer – auf dem Weg von der 3. sächsischen Kleinstadt hierher legte sich ihm so ein Baum in den Weg. Hoffen wir, dass jetzt alles gut geht. Ob wir sicher seien, dass noch einer nach Leipzig geht? Nein. Aber wir denken positiv.

Der Bus schaukelt durch den Sturm wie eine Nussschale über einen windgepeitschten Ozean.

Und unser Fahrer gibt Gas. So gut es eben geht. Er tut alles, dass wir nach Hause kommen. Irgendwie. 5 Leute sind wir, die wir den Zug verlassen haben.

Inzwischen, sagt das Internet, liegt der gesamte Zugverkehr lahm. Gut, dass ich nicht im Büro hocke.

In der 3. sächsischen Kleinstadt kommen wir zum stehen. Zwei irgendwelche Baufahrzeuge oder so stehen vor uns in einer Kurve. Der Busfahrer schimpft wie ein Rohrspatz. Die gährn de Straße. Ich globs nich. Die hamm wörklisch geene Sorschn. (Straßenkehrfahrzeug vor uns). Manche Dinge muss man wirklich nicht verstehen.

Bahnhof. Danke Busfahrer. Gute Heimfahrt!

Hier fahren Busse. Bestimmt auch unserer. Ein Reisebus fährt vor. Viele Menschen steigen aus. Dann die Fahrerin. Will jemand in eine 4. sächsische Kleinstadt? schreit sie gegen den Sturm an.

Langsam nähern sich ungläubige Reisende. Fragen noch mal nach. Steigen ein.

Dann endlich ein Bus. LEIPZIG. Wer hätte gedacht, dass ich mich mal so über einen Bus freue, lacht das Mädchen aus der Reisegruppe, der temporären, die sich in der sächsischen Kleinstadt gebildet hat. Ich bedanke mich bei dem jungen Mann. Noch sind wir nicht da, wiegelt der ab. Aber es steht LEIPZIG auf dem Bus. Das reicht mir schon zur Freude, entgegne ich.

Der Bus schwankt über Landstraßen.

In Leipzig. Hier ist nix, drehe ich mich zu dem jungen Mann um. Er nickt. Dann fahren wir an einer Baustelle vorbei. Hier war wohl doch was.

4 Stunden nach dem ich etwas überhastet das Büro verlassen habe, stehe ich auf dem Hauptbahnhof. Von hier aus könnte ich zur Not sogar laufen. Aber Straßenbahnen fahren. Und Stadtbusse sowieso.

Danke liebe temporäre Mitreisende. Es war angenehm, mit Euch unterwegs zu sein.

 

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Verloren (15.Oktober 2017)

Heimfahrten sind eigentlich nicht der Rede wert. Doch wenn sie lang sind oder der Urlaubsort ein eher nicht in den Top 10 Deutscher Reiseziele vorhandener, kann es schon recht spannend werden.
Obwohl wir nicht direkt nach dem Viehtrieb nach Hause geflogen sind, galt der im Reisepreis enthaltene kostenlose Flughafentransfer auch für uns. Das ist einer der Pluspunkte an kaukasus-reisen.de. Und natürlich wurden wir zu diesem Zweck in aller Herrgottsfrühe in unserem Quartier am Rande Tbilissis abgeholt. Unsere Wirtsleute freilich machten sich Sorgen, dass wir über den Tisch gezogen werden und fragten nach dem Preis, den wir zu entrichten hätten. Sie waren sichtlich beruhigt, als wir erklärten, dass es uns nix kosten würde. Auch Armenier und Russen sind eben gastfreundlich und besorgt um das Wohl ihrer Gäste. So hatten eigentlich nur wir Sorge, dass wir verschlafen würden oder so. Immerhin, der Flieger hebt 5:35 Uhr ab. Und online einchecken ist nicht.
Wir verschlafen nicht.
Und der Fahrer findet unser Domizil.
Im Jeep sitzt ein Ehepaar, das wir beim Abendessen am ersten Sonntag kennengelernt haben und das die 14-tägige Rundreise durch Georgien gemacht hat. Das ist ein großes Hallo. Aber nur ein kurzes. Denn auf dem kleinen Stück bis zur ersten befestigten Straße ruckelt der Jeep durch Schlaglöcher, die Hintertür springt auf und zwei Koffer und MEIN Rucksack suchen das Weite.
Was bin ich froh, dass ich mich gestern entschieden habe, Wein und Tschatscha erst auf dem Flughafen zu kaufen. Nicht wegen des Duty Free Shops und schon gar nicht aus Angst, der Rucksack könnte aus dem Auto fallen. Ich hatte mir eher Sorgen um die doch recht ruppige Art des Flughafenpersonals sowohl hier als auch in Deutschland gemacht und befürchtet, eine der Flaschen könnte diese Behandlung nicht überleben. Na die im Jeep hätten alle nicht überlebt.
Nach dem Zwischenfall verebbt das Gespräch. Alle sind müde und das Adrenalin, das ein Körper nachts halb vier aufzubringen in der Lage ist, wurde beim Flug der Gepäckstücke vollends verbraucht. Ich bin außerdem damit beschäftigt, meinen Rucksack festzuhalten. Man weiß ja nie. Und die Straßen in Tbilissi sind nun auch nicht gerade rüttelfrei.
Aber wir erreichen ohne weitere Vorfälle den Flughafen, verlieren das Ehepaar schnell aus den Augen, checken ein und gehen shoppen.
Und hier verliere ich das zweite Mal. Da wir nämlich noch ca 1,5 Stunden Zeit haben, zähle ich meine Lari zusammen, überlege, wie viel ich für Kaffee und Zeugs brauchen werde und shoppe für den Rest. Dabei rechne ich fein sorgfältig die in Lari angegebenen Preise zusammen und wackle mit Wein und Tschatscha und Tee zur Kasse. Die Tante dort tippt die €- Preise ein, rechnet dann zurück in Lari und –schwupps- kostet alles das doppelte. Ich versuche mich zu wehren und erinnere sie daran, dass ich gesagt habe, dass ich in Lari bezahlen möchte. Sie glotzt mich frech und – wie ich finde – ein bisschen bis schwer überheblich an und sagt ja: xxx Lari. Zum Glück kann die Freundin aushelfen. Ich hätte natürlich in Euro zahlen können. Aber irgendwie widerstrebt es mir, der Tante diese Währung in ihren gierigen Rachen zu schmeißen (Ich weiß, sie befolgt vermutlich irgendwelche Anweisungen eines noch geldgierigeren Chefs. Oder auch nicht).
Ich jedenfalls bin bedient und gebe meine Euronen lieber den Mädchen am Kaffeestand.

Inzwischen sind lecker Wein und Tschatscha geleert. Den Tee habe ich verschenkt und der schmeckt hoffentlich auch. Socken, Filztasche und Spielzeug haben ihre neuen Besitzer gefunden und in meine Küche hat ein neues hölzernes Utensil Einzug gehalten.
Der Urlaub war kurz, nur zwei Wochen lang, aber sehr intensiv. Am liebsten würde ich gern und sofort wieder hinfahren. Aber für 2018 habe ich schon andere Pläne. Und nach Armenien will ich ja auch noch mal. Und nach Russland MUSS ich nochmal. Wer weiß also, ob ich je wieder nach Georgien komme. Obwohl ich mich ja nun gerade eingelebt hatte.
Heute gibt es ein paar Bilder, die noch ein bisschen übrig geblieben sind. Als Diashow und durcheinander. In der Hoffnung, dass die Art der Betrachtung ein bisschen von der Vielfalt des Landes zeugt. Obwohl wir ja nur ein kleines Stück gesehen haben und nicht mal am Meer waren.
Danke fürs Lesen und Fotos gucken.

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Das Fest des lebensspendenden Stammes (14. Oktober 2017)

Heute hat das Kleine Kind Geburtstag. Ich schicke ihr einen Gruß nach Hause, die vernetzte Welt macht es möglich.
Heute also wollen wir nach Mzcheta, der alten Hauptstadt von Georgien. Die Stadt war fast 1000 Jahre, nämlich von der Mitte des 1. Jahrtausends vor Christi bis zur Mitte des ersten Jahrtausends nach Christi die Hauptstadt der iberischen und kartlichen Könige. Hier traten sie zum Christentum über, aber die hier gemachten archäologischen Funde reichen noch viel weiter zurück, in die Zeiten Babylons.
Mzcheta lag an der Seidenstraße, war eine der wichtigsten Handelszentren zwischen Kaspischen und Schwarzen Meer. Die Römer Plutarch, Strabon und Plinius schreiben über sie. Heute ist Mzcheta, nur wenige Kilometer von Tbilissi entfernt, eines der religiösen Zentren des Landes. Die Kulturdenkmäler der Stadt gehören zum UNESCO-Welterbe, das sollte man nicht verpassen.
Allerdings, am 14. Oktober ist das Fest der lebenspendenden Stammes. Vielleicht nicht der günstigste Tag, dahin zu fahren. Aber die Freundin will nicht zweimal in die Stadt, wir beide wollen zum Fest. So fiel ein Vorher- Besuch aus und heute ist der letzte Tag in Georgien. Jetzt müssen wir.
Natürlich wollen alle nach Mzcheta. Schon in die Marchrutka Nr. 105 kommen wir kaum, klemmen irgendwie zwischen Tür, Geländer und Pobacken. An der Metrostation heißt es aussteigen, mit der Metro nach Didube fahren und dort die richtige Marchrutka suchen. Die, die nach Mzcheta fährt. Hier teilen sich Busse und Markt wieder den Platz, trotzdem muss man einfach nur den Leuten hinterher laufen und man landet an der richtigen Stelle. Wohl weil es über die autobahnähnliche Straße Richtung Gori geht, packt der Fahrer sein Mobil nicht so voll, besorgt sich noch einen Zettel, der ihm erlaubt, heute in die Stadt zu fahren und ab geht’s.
Kaum in Mzcheta aus der Marchrutka gepellt, bieten uns Taxifahrer an, dahin und dorthin zu fahren. Für 30 Lari. Ausflugsziele bietet die Stadt, die früher aus mehreren miteinander verbundenen Festungen bestand, genug. Zum Beispiel die Dschwari – Kirche. Sie gilt als eines der vollkommensten Beispiele frühgeorgischer Baukunst, steht auf einem 100 m hohen Felsen und ist von überall sichtbar. Der Ort, an dem die Kirche steht, war schon vor- christlichen Kulturen heilig. Eigentlich eine Schande, dass wir die Kirche aus dem 6. Jahrhundert nicht besucht haben, aber dafür fehlt uns wirklich die Zeit. Wie auch für die Feste Armazis Ziche auf dem Bagineti, oder besser die Ruinen der einst mächtigen Burg.

Wir konzentrieren uns auf die Kirchen in der Stadt.

Und auf das Fest.

Es ist ein bisschen wie in Tbilissi plus Kindervergnügen plus sehr viel Tanz und Musik. Georgischer Tanz und georgische Musik, vermute ich mal. Das gibt es auf einer Bühne, die wir auch erst einmal ansteuern. Dann essen wir im besten Restaurant der Stadt, weil wir uns von der Terrasse einen guten Blick auf die Bühne und das Markttreiben erhoffen. Aber die strategisch günstigen Tische und Sofas sind reserviert. Dafür haben wir einen wunderbaren Blick auf o.g. Festung und Kirche. Auch Sweti Zchoweli ist gut zu sehen, was insofern wichtig ist, da es unten in der Kirche und rund herum so von Menschen wimmelt, dass fotografieren schier unmöglich ist.
Wir essen gut und ausgiebig, bezahlen dafür fast nix und solange die Reservierer noch nicht da sind, schauen wir immer mal dem Treiben auf der Bühne zu. Das könnten wir eigentlich den ganzen Tag tun. Aber Kirchen nur aus der Ferne gucken ist auch doof.
Wir bahnen uns also wieder den Weg durch Schaulustige und Straßenhändler. Und durch eine unglaubliche Anzahl von Bettlern. Einer wirft sich schreiend auf den Boden und hält dabei einen Jungen im Arm. Das ist schon ein bisschen widerlich.
Vor dem Kirchentor stehen dann so viele bettelnde Frauen, dass mir schnell das Kleingeld ausgeht. Aber dann schaffen wir es doch irgendwie, unbeschadet aufs Kirchgelände zu kommen. Da ist es ganz schön voll. Also richtig voll.
Wir sind im Samtawro- Frauenkloster. Hier stand der Palast König Mirians, das ist der, der das Christentum als Staatsreligion in Georgien einführte. Die meisten Gebäude stammen aus dem 11. Jahrhundert, aber die kleine Kapelle im ehemaligen Garten ist nachweislich aus dem Anfang des 4. Jahrhunderts. Sie ist der erste christliche Sakralbau auf dem Territorium Georgiens und wurde an der Stelle errichtet, an die sich die Syrerin Nino zum Beten zurückzog.
Ist die Kirche an sich schon viel zu voll, an die Kapelle ist gar kein herankommen. Fast sieht man sie nicht, so viele Gläubige wollen sie betreten, berühren, küssen.

Wir wühlen uns wieder durchs Volksfest, die Händler und Bettler zur nächsten Kirche.

Sweti Zwocheli, die erste KIRCHE von Mzcheta , sie wurde in den 30er Jahren des 4. Jahrhunderts errichtet. Im 11. wurde sie durch einen Kreuzkuppelbau ersetzt. Und natürlich rankt sich um Sweti Zchoweli eine Legende. Wie könnte es anders sein. Wir sind in Georgien. Die Georgier lieben neben Märtyrern auch Legenden. Und das ist sie also, die Legende:
Als die Rabbiner über Jesus und seine Lehre zu Gericht saßen, luden sie Rechtsgelehrte aus allen Provinzen, auch den entferntesten ein. Elias aus Mzcheta war so ein Rechtsgelehrter und Iberien eine weit entfernte Provinz. Seine Schwester Sidonia aber beschwor ihren Bruder, keinesfalls für die Verurteilung Jesus‘ zu stimmen. Doch Elias kam zu spät, Jesus war bereits gekreuzigt worden. Er bestach die römischen Legionäre und erhielt das blutgetränkte Hemd des Heilands. Und nahm es mit in seine Heimat. Als Sidonia ihn erblickte, schnappte sie sich das Hemd, presste es an ihre Brust, wurde vom Schlag getroffen und sank darnieder. Da sie noch im Tod das Hemd nicht hergeben wollte, musste sie mit ihm begraben werden. Aus dem Grab aber wuchs eine mächtige libanesische Zeder. Als 300 Jahre später die Syrerin Nino zunächst den König und dann das Volk bekehrte, ließ König Mirian eine Basilika errichten, genau da, wo Sweti Zwocheli heute steht. Dafür mussten 7 mächtige Bäume gefällt werden, einer davon war jene Zeder auf Sidonias Grab. Der aus ihr gehauene Stamm aber widersetzte sich der Bearbeitung und ließ sich nicht in die richtige Lage bringen. Also betete Nino und bat Gott um Hilfe und wie von unsichtbarer Hand getragen schwebte der Stamm an seinen vorgesehen Platz . Tropfen eines wundersamen lebensspendenden Balsams flossen aus ihm und so entstand der Name der Kirche: lebensspendender Stamm.
Und am 14. Oktober also wird das in ganz Georgien gefeiert. Und wir sind hier, in der Mutter aller Kirchen. Sie ist natürlich sehr schön. Und sehr alt. Aber auch sehr voll mit Menschen, die wohl immer noch auf ein Wunder hoffen. Sie küssen Bilder und Kreuze, kriechen um etwas herum, in dem das Hemd Jesus‘ aufbewahrt sein soll. Das ist mir etwas zu viel Frömmelei.
Ich komme mir etwas deplatziert vor. Ich habe ja kein Problem, in Kirchen zu fotografieren. Aber wenn sie so vollgestopft ist mit so sehr Gläubigen, fühle ich mich schon unwohl.
Draußen ist es auch voll. Der Patriarch ist in irgendeinem Nebengebäude. Und alle wollen ihn sehen. Von Männern mit schwarzen Sonnenbrillen abgeschirmt kommt er heraus, steigt in ein großes schwarzes Auto und fährt davon. Das Volk rennt ihm mit hoch gereckten Handys nach. Bad in der Menge sieht anders aus.
Wir wühlen uns wieder durchs Volksfest, wir wollen noch ein bisschen Stadt gucken.
Gleich neben der Kirche stehen die alten Häuser Mzchetas. Und davor allerhand Stände und Händler. Wir lassen uns an einem Tisch nieder, schauen zu, wie Espresso auf Sand gekocht und Granatapfelsaft zubereitet wird. Dann beobachten wir das Treiben. Ein Kind kommt und bettelt mich an. Die Saftverkäuferin will ihn vertreiben, der Junge schnappt sich das auf dem Tisch bereit liegende Trinkgeld, küsst die Münze, macht eine Geste in meine Richtung und verschwindet lachend. Ich bin ziemlich sauer. Rotzfreche Göre, rege ich mich auf. Etwa 50 m weiter positioniert sich seine Mutter, die bis dahin ganz gut zu Fuß war, als leicht behindert, alt und abgehärmt und bettelt wehklagend.
Das wars. Bettler können mir ab sofort gestohlen bleiben.
Die Freundin hat keinen Bock auf noch mehr, zum Beispiel die Dschwari- Kirche, für die jetzt doch noch Zeit wäre, also wühlen wir uns wieder durch das Volksfest zum Platz, wo die Marchrutkas ankommen und abfahren. Nachdem es uns nicht gelingt, uns in die erste zu drängeln, bin ich bei der zweiten ganz Georgierin. Ich drängle meinerseits einen Opi mit Enkel weg. Weil ich mich aber dafür natürlich schäme, vergewissere ich mich 30 sec später, ob es die beiden auch in den Minibus geschafft haben. Haben sie. Puh.
In Didube ist immer noch Markt und wir stürzen uns ins Gedränge. Der Freundin aber riecht es zu streng (obwohl ich Fischstände und Fleischhändler extra und aus Rücksicht meide), so dass ich nach dem Kauf der obligatorischen Konfekts nachgebe und wir zurück fahren. Mit der Metro und dann mit der Marchrutka. Die Stelle, wo wir den Fahrer stoppen müssen, finden wir diesmal ganz allein. Im Dunkeln. Wir haben uns eingelebt. Morgen geht’s nach Hause. Und darüber werde ich auch berichten. Verlassen Sie sich drauf.
Jetzt erst mal folgen wieder viele Fotos. Und wie immer gilt: Drauf klicken = groß gucken.

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